Studies on Carrying dekonstruiert durch die Bewegung des Tragens (carrying) soziale Choreografien von Abhängigkeit, Arbeit und Hingabe. Das Projekt übersetzt Gesten des Tragens in öffentliche Performances, Texte, Video- und Klangarbeiten. Die zweite Studie, Wāc Voice, betrachtet die Abhängigkeit selbst als Ort der Handlungsfähigkeit. Sie würdigt die körperliche und emotionale Arbeit, die damit verbunden ist, getragen zu werden, und hinterfragt die Tendenz, den getragenen Körper als passiv zu verstehen. Der Begriff wāc (altenglisch für „schwach“) umfasste früher sowohl Zerbrechlichkeit als auch die Fähigkeit, nachzugeben. Ausgehend von dieser Mehrdeutigkeit verweist Wāc Voice auf den ständigen Aufwand, der erforderlich ist, um einen Körper außerhalb gesellschaftlicher Normen zu bewältigen, und hinterfragt damit eine Definition von Arbeit, die ausschließlich auf wirtschaftlicher Leistung basiert.