So, 11. November 2012

Initiative Weltkulturerbe Doppeltes Berlin - Finissage

Weltweit steht Berlin zwischen 1945 und 1989 einzigartig für den ideologischen Aspekt von Architektur. Die geteilte Hauptstadt, das Doppelte Berlin, benötigte alle Staats-, Stadt-, Wohn- und Kultur-Bauten doppelt. Berlins Entwicklung zu einer westlichen Weltmetropole seit den 90iger Jahren zerstört zusehends das ideologisch-kulturelle Erbe, das sich in seinen Bauten und architektonischen Situationen materialisiert. Damit verwischt die hier besonders deutliche Sichtbarkeit des ganz grundsätzlich statthabenden Einflusses von Ideologie auf Architektur.

Diese Sichtbarkeit zu erhalten war Anlass für die Idee der INITIATIVE WELTKULTURERBE DOPPELTES BERLIN, das doppelte Berlin auf die Liste des Weltkulturerbes zu bringen. Gestartet ist die Initiative im Rahmen der Ausstellung „Between Walls and Windows. Architektur und Ideologie“ am 1. September und sammelt seitdem Filme, Dokumente, Zeitungsausschnitte, jede erdenkliche Art von Material.

Zur Finissage wird das Ergebnis dieses Sammelns sowie die Filme von Studierenden und Graduierten des Instituts für zeitbasierte Medien der UdK präsentiert, die ausgehend von den Begriffen Ost und West, Architektur und Beziehungsweisen des Doppelten erforscht, inszeniert sowie de- und rekonstruiert haben.


Finissage:

16:00 h: Einführung von Michael Busch

16:15 h: Filmprogramm

17:30 h: Pause

17:45 h: Podiumsgespräch mit Heinz Emigholz, Michael Busch (beide UdK, Institut für Zeitbasierte Medien), Tobias Hönig, Christian Posthofen, Vera Tollmann (Initiative Weltkulturerbe Doppeltes Berlin) sowie den FilmemacherInnen.

18:30 h: Filmprogramm II


www.doppeltes-berlin.de