Sa, 02. August 2014

África Negra

África Negra | Foto: privat

África Negra | Foto: privat

Sie lieferten den Sound Track für die Unabhängigkeit von São Tomé & Príncipe, sie trennten sich wegen des großen Erfolgs, jetzt sind die Stars wieder zurück.

Vor 40 Jahren begann die Geschichte des Conjunto África Negra in São Tomé & Príncipe, dem zweitkleinsten afrikanischen Land. Auf dem Inselstaat im Golf von Guinea lieferten ein funky Backbeat, die perlenden Gitarren von Emídio Vaz und Leonildo Barros und die voluminöse Stimme von João Serra den Soundtrack zur neu gewonnenen Unabhängigkeit. In den 80er-Jahren gaben África Negra Konzerte im ganzen lusophonen Afrika, auch in Portugal, wo sie in einem spontanen Wettstreit über Supa Mama Djombo aus Guinea triumphierten. Sie sind wohl eine der wenigen afrikanischen Bands, die sich auflöste, weil sie vom Erfolg satt war. Doch eine stetig nachwachsende globale Rare-Groove-Fangemeinde forderte Nachschlag. 2008 meldete sich África Negra schließlich zurück, und nun sind drei Urmitglieder wieder auf Tour: mit neuen Mitspielern, aber den alten Verstärkern.