Bei der Gesprächsreihe Versöhnungstheater trifft Max Czollek auf Menschen, die sich mit Fragen der Erinnerung auseinandersetzen. Wie erinnern Gesellschaften? Was hat die viel gepriesene deutsche Erinnerungskultur mit der Frage nach Zugehörigkeit zu tun? Was bedeutet Erinnerung für die deutsche, europäische und internationale Gegenwart? 

Das Augenmerk der Reihe liegt dabei auf der pluralen Gegenwart insbesondere der deutschen Gesellschaft. Und auf all jenen, ohne die diese Gegenwart ganz anders aussähe. 2023 startet die Reihe unter dem Motto Ist gewesen, geht 2024 über zu hätte gewesen sein können, bevor sie die Phasen ist und wird sein durchläuft, um schließlich im Futur 2 von wird gewesen sein können anzukommen.

Der Titel der Reihe ist auch der Titel des dritten Essaybands von Max Czollek, der 2023 im Carl Hanser Verlag erschienen ist.

Peggy Piesche, geboren und aufgewachsen in der DDR, ist eine der bekanntesten Stimmen Schwarzer Frauen in Deutschland. Studiert hat sie Literatur- und Kulturwissenschaften und arbeitet seit Jahrzehnten zu Intersektionalität, Rassismus- und Machtkritik sowie Weißseinsreflexion in Wissenschaft, Gesellschaft und Politik. Peggy Piesche ist seit 1990 in der Schwarzen feministischen Bewegung in Deutschland und international aktiv, z. B. als Mitfrau* bei Generation ADEFRA e.V. (Schwarze Frauen* in Deutschland) und seit 2016 als Executive Board Member von ASWAD (Association for the Study of the Worldwide African Diaspora). Aktuell arbeitet Peggy Piesche in der Erwachsenenbildung und ist in der Bundeszentrale für politische Bildung als Referentin für Diversität, Intersektionalität und Dekolonialität tätig.

Informationen zum Versöhnungstheater in Deutscher Gebärdensprache (DGS):

Video

Video: Handgold Service in Gebärdensprache / Mandy Wyrostek