Dieser Workshop unter der Leitung von Sattva Ninja, renommierte*r Ballroom-Praktiker*in  befasst sich mit den Ursprüngen und Kernelementen von New Way, einem der drei Performance-Stile des Ballroom-Tanzes, der auch als Voguing bekannt ist. Er entstand dadurch, dass Tänzer*innen die Posen von Fashion Models nachahmten, insbesondere jener, die im Magazin Vogue abgebildet sind. Voguing ist außerdem von ägyptischen Hieroglyphen, Pantomime und Performance-Techniken, Kampfsportarten sowie Tanzsubkulturen wie Breakdance und Popping inspiriert. In den 1980er Jahren konzentrierte sich die Kategorie Old Way auf Symmetrie, Linien und klassische Posen. Ein Jahrzehnt später entwickelte sich die Kategorie New Way, als Tänzer*innen die physischen und technischen Grenzen der Tanzform ausreizten und neue Bewegungsformen erschlossen. Der Stil fürhrte eine größere Flexibilität ein, körperliche Verrenkungen und akrobatische Elemente, die oft von schnelleren House- und Techno-Tracks begleitet wurden. Beeinflusst vom Habitus und dem Gestenrepertoire der Haute Couture, betont der New Way präzise Winkel und komplexe visuelle Illusionen, die durch Posen von Körper, Armen und Händen erzeugt werden.

New Way 101 vermittelt die historischen und klassischen Grundlagen des Stils und bietet gleichzeitig einen Raum, um dessen charakteristische Bewegungsqualitäten einzuüben – sie bilden die Grundlage, die für eine Weiterentwicklung dieser Performance-Kategorie erforderlich ist, ohne dabei ihren Wesenskern aus den Augen zu verlieren. Der Workshop wird von Sattva Ninja geleitet, der Asia Mother des Iconic House of Ninja, einer Legende in der Kiki-Szene und aufstrebende Legende in der Mainstream-Szene. Sattva Ninja erlangte mit Choreografien, Ballroom Performances und Expertise für die Ballroomkultur internationale Bekanntheit und ist in der Fernseh- und Musikbranche tätig.

Vor und nach dem Workshop steht mit dem Hang-Out-Space ein Aufenthaltsbereich zur Verfügung, in dem man sich entspannen, austauschen, bewegen kann. Außerdem sind dort verschiedene audiovisuelle, akustische und gedruckte Materialien zum Thema Ballroom zu finden.  

Die Workshops heißen alle willkommen, die ihr Wissen, ihre Fähigkeiten oder ihr Netzwerk erweitern möchten. Da die Ballroom-Kultur von Transfrauen afrikanischer, mittel- und südamerikanischer sowie karibischer Herkunft ins Leben gerufen wurde und nach wie vor das Leben und die Resilienz rassifizierter und sexuell diverser Menschen in den Mittelpunkt stellt, ist ihre Teilnahme besonders erwünscht.

Die Veranstaltung verfolgt den Anspruch, einen „sichereren Raum“ zu bieten. Es ist Teilnahmevoraussetzung, auf den Raum zu achten, den man einnimmt, die Dynamik des Raums zu respektieren und den im Fokus stehenden Gruppen Vorrang zu geben.

Ko-Produktion, Ko-Kuration: Georgina Philp und Litchi Ly Friedrich 

Save the date: Der nächste Workshop im Rahmen von Pump, Create, Elevate findet am Samstag, den 24. Oktober 2026 von 15:00–19:00 Uhr statt.