Tanka Fonta

Tanka Fonta, Installationsansicht von Philosophies of Being, Perception, and Expressivity of Being (2025), 36. Bienal de São Paulo. Foto: Natt Fejfar, Courtesy Fundação Bienal de São Paulo
Im Mittelpunkt von Tanka Fontas künstlerischem Schaffen stehen die Ausdrucks- und Wahrnehmungsdimensionen des menschlichen Geistes und die Frage, wie sich diese in unserem Alltag manifestieren. Als autodidaktischer Künstler, Philosoph und Komponist bewegt er sich zwischen Malerei, Lyrik und Klangkompositionen, die er in seinen Werken untrennbar miteinander verbindet. Für Nicht alle Reisenden folgen Wegen – Humanitat als Praxis präsentiert Tanka Fonta The Infinite Ontologies, ein ortsspezifisches, horizontales Wandbild für die Balustrade am Haupteingang des HKW. In diesem Werk, das als abschließendes Kapitel des auf der 36. Bienal de São Paulo gezeigten Philosophies of Being, Perception, and Expressivity of Being konzipiert ist, greift der Künstler das Erwachen des Frühlings und den Übergang in den Sommer als Metapher für die dynamische und wechselhafte Natur der Menschen auf. Das Wandbild stützt sich auf verschiedene Mythologien, Philosophien sowie mündliche Überlieferungen und erstreckt sich über acht visuelle Abschnitte. Es nimmt Bezug auf das kuratorische Konzept der Biennale, das Menschsein als Praxis statt als feststehenden Zustand begreift, und erforscht die vielfältigen Ontologien und Seinsweisen, die sich in der menschlichen Existenz ausdrücken. The Infinite Ontologies empfängt Besuchende vor dem HKW und lädt sie dazu ein, Vielfalt als gemeinsamen Nenner zu lesen und die uns auferlegten gesellschaftlichen Zuordnungen zu überwinden. Wie Fonta in einem Statement zu seiner Arbeit andeutet, „müssen wir [vielleicht] alle erkennen, dass Mitgefühl die belebende Kraft ist, ohne die nichts, nicht einmal das Leben, möglich ist.“
WERK IN DER AUSSTELLUNG:
1 The Infinite Ontologies (2026), Acryl auf Leinwand,170 × 7500 cm. Courtesy Tanka Fonta. Im Auftrag der Fundação Bienal de São Paulo für die 36. Bienal, Adaption in Berlin in Auftrag gegeben vom Haus der Kulturen der Welt (HKW)