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Middle Ground: Nepal Literature Festival

Literaturen aus dem Himalaya

Lesungen, Diskussionen, Workshops, Keynote-Vorträge, Performances, DJ-Set, Open Mic Night

2. & 3. Oktober 2026

Inspiriert von Chinua Achebes Überlegungen zum Begriff des „middle ground“ als einem Dazwischen, das einen Raum für Zweifel und Imagination eröffnet, lädt das Projekt Middle Ground jedes Jahr Literaturfestivals aus aller Welt nach Berlin ein, um darüber nachzudenken, wie Geschichten erdacht, geteilt und in die Zukunft getragen werden können. 

2026 lädt Middle Ground das Nepal Literature Festival ein und nähert sich der literarischen Praxis aus dem Blickwinkel der Höhe. Damit ist hier nicht nur die physische Position im Raum gemeint, sondern Höhe kann ebenso als eine Perspektivenmetapher verstanden werden. Im Kontext der Regionen des Himalayas entfaltet dieser Begriff übereinander geschichtete Epistemologien, die prägend dafür sind, wie den dort lebenden Communitys Macht begegnet und wie sie ihr widerstehen. Schon seit sehr langer Zeit ist Nepal konturiert durch die Bewegungen von Händler*innen, Pilger*innen, Migrant*innen, Geflüchteten und Exilierten, die seit Jahrhunderten Grenzverläufe, Witterungsbedingungen und Machtasymmetrien bewältigt haben. Anhaltende politische und religiöse Spannungen haben, neben in jüngerer Zeit aufgekommenen Antiregierungsprotesten, zur Formung dieser komplexen Landschaft beigetragen. 

Diese Ausgabe von Middle Ground bringt den Himalaya mit seinen vielfältigen Routen in einen Dialog mit anderen Transitlandschaften. Sie fragt, wie Literatur Erfahrungen des Wartens, der Durchquerung und der Unterbrechung einfängt. Workshops, Lesungen, Performances, Gespräche, Keynotes und eine Open Mic Night laden Schriftsteller*innen und Publikum dazu ein, sich mit literarischen Praktiken auseinanderzusetzen, die vom Leben in der Himalaya-Region erzählen.