Der Black Atlantic

Black Atlantic

Black Atlantic

Texte in Deutsch
Broschur, 21,5 x 27,5 cm
432 Seiten, 102 überwiegend farbige Abbildungen
Haus der Kulturen der Welt, 2004
ISBN 3-9808851-5-1
Preis: € 23
Der Titel ist vergriffen.

Die Publikation Black Atlantic versammelt erstmals im deutschsprachigen Raum Texte und visuelle Materialien unterschiedlicher Genres und Disziplinen, die die Idee des Black Atlantic reflektieren. Neben Original-Essays der Kuratoren (Paul Gilroy, Tina Campt, Fatima El-Tayeb) und Interviews mit den Künstlern (Isaac Julien, Keith Piper, Lisl Ponger und Tim Sharp, Jean-Paul Bourelly, Ismael Ivo) sind wissenschaftliche und poetische Texte internationaler Denker und Dichter vertreten, die sich mit Schwarzer Geschichte und Geschichten in Europa und in der Welt auseinandersetzen. Der Dichter und Literaturnobelpreisträger Derek Walcott fragt nach der Bedeutung und Form karibischer Geschichtenschreibung. Der Soziologe, Philosoph und Dichter Édouard Glissant entwickelt eine Poetik der Beziehungen. Eine plastisch anmutende Theorie der kubanischen Musik schreibt der Autor und Essayist Alejo Carpentier, während die Historikerin und Medienwissenschaftlerin Susan Buck-Morss über die Bedeutung der Haitianischen Revolution für Hegel reflektiert.

Historische Aufnahmen zur Entstehung des Jazz, deutsche Postkarten aus den 1850er- bis 1930er-Jahren, die den Blick auf die Schwarze Kultur widerspiegeln, und großformatige Abbildungen von Werken der Künstler des Projekts (Isaac Julien, Keith Piper, Tim Sharp, Lisl Ponger) geben eine Vorstellung von der Reichhaltigkeit der visuellen Welt des Black Atlantic.

Weitere Autoren: Stuart Hall, Linton Kwesi Johnson, Michel-Rolph Trouillot, May Ayim, Richard Wright u. a.

Ausgehend von der Frage, wie wir die transatlantische Geschichte heute reflektieren können, stellt die Publikation einen Beitrag dar, Geschichte des Black Atlantic gegen den Strich zu lesen, die Landschaften von „sound“ und Musik nachzuzeichnen, die Bedeutung der Improvisation zu untersuchen und dem Leben in der Diaspora analytisch Rechnung zu tragen.

Das Buch begleitet das interdisziplinäre Projekt Black Atlantic im Haus der Kulturen der Welt, das Kulturen in Bewegung zeigt, auf vernetzte Identitäten verweist und gegenläufige Geschichten erzählt. Seinen historischen Ausgangspunkt hat das Black Atlantic-Projekt im Sklavenhandel und der Geschichte der modernen Afrikanischen Diaspora innerhalb der westlichen Welt.