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Musikprogramm September bis November

Pressemitteilung, 3.9.2026

Nicht alle Reisenden folgen Wegen – Humanität als Praxis. 36. Bienal de São Paulo, Berlin Edition
Ray Lema Quintet
Fr., 11.9.2026, 20:30
Miriam Makeba Auditorium
Eintritt frei

Ray Lema ist ein wahrer Meister musikalischer Leichtigkeit, Eleganz und
Freude. Nachdem er als Teenager in einem katholischen Priesterseminar das Orgelspielen erlernt hatte, versuchte er sich während seines Studiums in Kinshasa an der Gitarre, doch seine wahre Berufung fand er am Klavier.
Er erkundete das Instrument in seiner gesamten Klangvielfalt und in
sämtlichen Nuancen – vom klassischen Repertoire über Samba und
Afrobeat bis zu Jazz.

Im westlichsten Teil des Kongo geboren, verbrachte Lema später über dreißig Jahre im Exil (in Washington, Brüssel und schließlich in Paris), doch er behielt die Klänge seines Herkunftslandes stets in seinem Herzen.
Nach wie vor integriert er kongolesische Techniken und Rhythmen in sein Klavierspiel und adaptiert beispielsweise die Sebene-Routine, die charakteristische Phrasierung der kongolesischen Rumba, die die Grundlage für Tanz und musikalische Trance bildet. Heute kann er auf eine langjährige internationale Karriere zurückblicken und nimmt eine einzigartige Stellung ein: Ray Lemas Musik bleibt dank ihrer scheinbaren Einfachheit äußerst zugänglich, während seine Originalität Genregrenzen spielend überwindet.

Das Konzert findet im Rahmen der Ausstellungseröffnung von Nicht alle Reisenden folgen Wegen – Humanität als Praxis. 36. Bienal de São Paulo, Berlin Edition statt.

 

Ein Felasophisches Treffen
Santrofi, Berlin Afrobeat Company
Do., 15.10.2026, 19:00
Miriam Makeba Auditorium
Tickets €24/€20

Jedes Jahr am 15. Oktober feiert das Haus der Kulturen der Welt (HKW) Leben und Werk von Fela Kuti, einem der bedeutendsten Musiker des 20. Jahrhunderts. Der Titel der Initiative, Ein Felasophisches Treffen, verweist darauf, dass Fela nicht bloß Musiker war, sondern gleichermaßen Aktivist,
politisch handelnder Mensch und Philosoph. Das jährliche Treffen führt Musiker*innen, Wissenschaftler*innen, Aktivist*innen,
Geschichtenerzähler*innen und andere Mitreisende von Fela Kuti
zusammen, um sich seiner Musik und seinen Lehren zu widmen.

In diesem Jahr wurde Santrofi – eine Gruppe engagierter junger Musiker, die die gemeinsame Liebe zur Highlife-Musik verbindet, mit der sie aufgewachsen sind – eingeladen, das Vermächtnis von Fela Kuti zu würdigen. Die Supergroup aus Accra verbindet eine Leidenschaft für klassische Highlife-Grooves mit einer Hip-Hop-Sensibilität. 

Eröffnet wird das Konzertprogramm durch die Berlin Afrobeat Company (BAC), die 1978 in West-Berlin in der Folge eines legendären Auftritts von Fela Kuti & Africa 70 bei den Berliner Jazztagen gegründet wurde. Im Anschluss an das damalige Konzert beschlossen viele der wichtigsten Mitglieder des Ensembles, in Berlin zu bleiben. Die BAC besteht aus einer Gruppe von internationalen, in Berlin ansässigen Musiker*innen, die sich
der Pflege und Weiterentwicklung von Fela Kutis Musik durch Live-Shows und verschiedene Initiativen verschrieben haben.

 

Cantadoras
Sofia Jernberg
Di., 27.10.2026, 20:00
Safi Faye Hall
Eintritt €20
Tickets über Deutsche Oper Berlin

Die Sopranistin, Performerin und Komponistin Sofia Jernberg bewegt sich zwischen zeitgenössischer Komposition, Noise, Free Jazz und experimenteller Vokalkunst. Ihre Stimme durchmisst fünf Oktaven – von gutturalem Growl bis zu kristallinen Obertönen, von mikrotonalen Glissandi bis zu perkussiven Klangexplosionen. Ein Instrument des Widerstands und der Erkundung – unbändig, präzise, unvorhersehbar. 

Was kann eine Stimme sein? Ritual, Widerstand, Mythos und
Wissensträgerin? Visionärin, Gedächtnis und Heilung? Die Reihe
Cantadoras der Deutschen Oper versammelt herausragende
Künstlerinnen, die diese Fragen radikal stellen – jede auf ihre Weise, in ihrer Tradition, mit ihrer Praxis. Verschiedene Stimmtechniken treffen auf Improvisation und Performance, spirituelle Praxis auf politischen Widerstand, jahrhundertealte Überlieferungen auf progressive Klangkunst. 

In Kooperation mit der Deutschen Oper Berlin

 

Eine Hommage an Hermeto Pascoal
Andromeda Mega Express Orchestra mit ‚Hermeto’s Mothership‘ feat. Mariana Zwarg
Mi., 11.11.2026, 20:00
Miriam Makeba Auditorium
Tickets €28/€16

Zu Ehren des großen Avantgarde-Musikers, Multiinstrumentalisten und Komponisten Hermeto Pascoal vereint sich das Berliner Andromeda Mega Express Orchestra unter der Leitung von Daniel Glatzel mit seiner langjährigen Band ‚Hermetos Mothership‘ für ein gemeinsames Tribute- Konzert. ‚Hermetos Mothership‘, in Brasilien bekannt als Nave Mae, wurde von Itibere Zwarg, Fabio Pascoal, Andre Marques, Ajurina Zwarg und Jota P. gegründet und besteht aus den Musiker*innen, die Hermeto Pascoal über Jahrzehnte auf Konzertreisen rund um den Globus begleiteten, bis zu seinem Tod im Jahr 2025. Verstärkt werden sie an diesem Abend von der
Flötistin Mariana Zwarg, Hermetos Patentochter und Tochter von Itibere Zwarg, die das musikalische Erbe aus dem Kreis der Familie weiterträgt.

Das Andromeda Mega Express Orchestra vereint seit seiner Gründung auf originelle Weise unterschiedlichste musikalische Stile, Schulen und Kulturen. Es tritt aktuell mit bis zu zwölf Musiker*innen aus acht verschiedenen Nationen auf. Der Abend würdigt einen der bedeutendsten Musiker Brasiliens und ein Werk, das bis heute überrascht, berührt und befreit. Wie Hermeto Pascoal stets sagte: Das Mothership wurde gebaut, um weiterzufliegen.

In Kooperation mit Andromeda Mega Express Orchestra
Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds

 

Kontakt

Maxie Fischer

Leitung Presse und Kommunikation
Haus der Kulturen der Welt (HKW)
John-Foster-Dulles-Allee 10
10557 Berlin

T: + 49 (0) 30 397 87 413
presse@hkw.de