Consonantrix ist ein körperbasierter Workshop und eine Praxis des In-Einklang-Kommens: Körper bleiben zwar eigenständig, stimmen sich jedoch zugleich durch geteilte Träume, Klang, Zuhören, Berührung, Gewicht und Bewegung aufeinander ein.

Der Workshop findet in zwei- bis vierköpfigen Gruppen statt, die sich über Resonanzen zwischen ihren Träumen zusammenfinden: Die Teilnehmenden präsentieren dazu körperliche Gesten, mit denen sie Klänge aus ihren Träumen erzeugen und wählen ihre Partner*innen auf Grundlage geteilter Erfahrungen, die in ihnen nachklingen. Anhand einer von Olga Kozmanidze entworfenen Abfolge von Scores – Handlungs- und Bewegungsanweisungen – erkunden sie wechselnde Verhältnisse von Distanz, Schwingung und Berührung. Dabei spüren sie nach, wie sich Aufmerksamkeit verlagert, wie Wechselseitigkeit ausgehandelt wird und wie kollektives In-Einklang-Kommen Gestalt annimmt. Vertieft wird diese Praxis durch den Einsatz von Sentire, einem interaktiven Soundsystem, das Beziehungen zwischen Körpern mithilfe eines tragbaren Geräts hörbar macht und so die Körperwahrnehmung und soziale Interaktion verstärkt. Sentire wurde ursprünglich im Rahmen des gleichnamigen interdisziplinären Projekts beziehungsweise der Performance-Reihe und des Kollektivs entwickelt, das von Kozmanidze, Pascal Staudt und Marcello Lussana zwischen den Jahren 2016 und 2024 geleitet wurde. Durch die Schaffung einer geteilten Klangumgebung verstärkt Sentire den Nachhall von Berührung und lässt Resonanzen auch dann noch nachklingen, wenn der physische Kontakt bereits allmählich abgebaut wird. 

Der dreistündige Workshop durchläuft nacheinander vier Scores, die jeweils ergründen, wie Körper mittels Distanz, Nähe und Berührung, Schwerkraft und Gewicht sowie durch das Sentire-Soundsystem in-Einklang-kommen. Nach jeweils zwei Scores findet eine Pause von zehn bis 15 Minuten statt. Die Arbeit mit den körperlichen Wahrnehmungen kann mitunter tiefere Gefühle berühren. Interessierte werden gebeten, dies bei ihrer Anmeldung zu berücksichtigen.