FurStation: We Shall Meet at the End der multidisziplinären Künstler*in Meii Soh hinterfragt binäre Vorstellungen zu Natur und Technologie. Die immersive Performance bekräftigt dabei, dass die Natur selbst über die Grenzen menschlicher Kategorien hinausgeht und digitale Technologien – statt als Werkzeuge der Unterdrückung – als potenzielle Orte der Fürsorge, Alterität und Schaffung von Welten dienen können. In einem hybriden Setting, das Video, Bewegung und multisensorische Elemente vereint, versteht die Arbeit Videospiele als einen Rahmen für spielerisches Handeln und Selbstwahrnehmung, der Heilung, Vielfalt und emanzipatorische Selbsterneuerung fördert. 

Die Performance untersucht, wie virtuelle Umgebungen Räume eröffnen können, die alternative Formen der Verkörperung und Beziehung erproben, und es marginalisierten Körpern ermöglichen, sich selbst jenseits dominanter sozialer Kategorien zu imaginieren. Die Künstler*in performt ein*e queere NPC (Non-Playable Character), begleitet von virtuellen Jagdhunden. Durch die Arbeit reinterpretiert Soh menschliche, nichtmenschliche und digitale Wesen als Entitäten, die sich zwischen den Rollen von Kontrolle und Genoss*innenschaft bewegen und dabei Empathie und Transformation praktizieren. 

Für die Lange Nacht der Museen inszeniert Meii Soh eine performative Erfahrung, in der virtuelle und physische Umgebungen antipatriarchale und antikoloniale Seinsweisen schaffen und neu gestalten. 

Im Rahmen der Langen Nacht der Museen