Die Deberlinisierung Festschrift, kuratiert von Ibou Coulibaly Diop, Franck Hermann Ekra und Bonaventure Soh Bejeng Ndikung und in Zusammenarbeit mit Diaphanes veröffentlicht, setzt sich mit der Dringlichkeit und den Möglichkeiten der Deberlinisierung auseinander: einem Konzept, das der bildende Künstler Mansour Ciss Kanakassy entwickelte, um die Nachwirkungen der Berliner Kongo-Konferenz (1884/85) zu hinterfragen, bei der die industriellen und militärischen Mächte der Zeit über die Aufteilung des afrikanischen Kontinents berieten. Die Publikation dokumentiert Beiträge zu einem dreitägigen Programm des HKW im April 2025 und präsentiert die wissenschaftlichen Erkenntnisse, Essays, Polemiken und literarische Ansätze, die daraus hervorgegangen sind.  

Durch eine transformative Poetik zwischen kreativem Handeln sowie Formen der Kritik und des Widerstands setzt sich die Deberlinisierung Festschrift kritisch mit fortbestehenden kolonialen Wissens- und Machtstrukturen auseinander und zeigt Alternativen zur vorherrschenden Weltordnung auf. Autor*innen des Buchs diskutieren mit weiteren Gäst*innen das Potenzial der Deberlinisierung, um mögliche Zukunftsszenarien zu entwerfen. Begleitet von musikalischen und literarischen Beiträgen erkunden sie die Strategien und die Sprache, die nötig sind, um die Welt neu zu erzählen.