Do, 27. März 2014

La Zerda et les chants de l'oubli (La Zerda und die Gesänge des Vergessens)

R: Assia Djebar

Algerien nach 1954 – Filmische Reflexionen | La Zerda und die Gesänge des Vergessens, Filmstill | © Promo

Algerien nach 1954 – Filmische Reflexionen | La Zerda und die Gesänge des Vergessens, Filmstill | © Promo

Algerien 1978–1982, 60 Min, OmU

Assia Djebar über das Thema ihres Films, der ersten Regiearbeit einer Frau in der algerischen Filmgeschichte: „In einen völlig unterworfenen und zum Schweigen gebrachten Maghreb strömten Fotografen und Filmemacher, um Aufnahmen von uns zu machen. …Die 'Zerda' ist jenes langsam aussterbende Fest, das sie angeblich bei uns einfangen wollten ...“. Die vielfach ausgezeichnete Schriftstellerin und Filmemacherin fügt hier die fremden Blicke der Kolonialherren zusammen - entlarvend, kritisch, bitter. Die von ihr konzipierte Tonspur lässt anonyme Stimmen und Dichtungen erklingen, und „Gesänge des Vergessens“ intervenieren. Anfang der 1980er-Jahre schuf Djebar mit diesem poetischen Filmessay eine neue Art, die algerische Geschichte zu verstehen.

Sonderpreis der Berlinale 1983 für den besten historischen Film.