Sa, 22. Februar 2014

Zeugenschaft

Liao Yiwu, Philip Gourevitch, Ulrich C. Baer, Carolin Emcke

Zum Verhältnis von Zeugenschaft, der Erfahrung von Gewalt und dem Prinzip ausgleichender Gerechtigkeit (poetic justice).

Gespräch mit Liao Yiwu, Philip Gourevitch, Ulrich C. Baer und Carolin Emcke (Kuratorin)


Liao Yiwu ist chinesischer Schriftsteller, Dichter und Musiker. Aufgrund seiner kritischen Haltung zur chinesischen Regierung sind Liaos Werke in der Volksrepublik China verboten. Er lebt in Berlin im Exil. Seine Autobiographie Für ein Lied und hundert Lieder (dt. 2011), in dem er seine Zeit im Gefängnis beschreibt, fand großes Echo in den deutschen Medien. Yiwu wurde u.a. mit dem Geschwister-Scholl-Preis und dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet.


Philip Gourevitch ist Autor, Journalist und Redakteur für The New Yorker, The Paris Review und The Forward. Gourevitch schreibt Reportagen und Essays über Konflikte in Afrika, Europa, Asien und den USA für zahlreiche internationale Zeitungen. Bekannt ist er für seine Werke über den Genozid in Ruanda.


Ulrich C. Baer ist Vice Provost für Forschung, Künste, Geisteswissenschaften und Gleichstellung und Professor für Deutsche und Vergleichende Literaturwissenschaft an der New York University. Seine Schwerpunkte bilden u. a. Literaturtheorie, Darstellung von Trauma in Literatur, Fotografie und anderen Medien.