Sa, 22. Februar 2014

Wer erzählt? Perspektive Ruanda

Philip Gourevitch, Milo Rau, Andrea Böhm, Elisabeth Kaneza

Mit Blick auf Ruanda diskutieren die Teilnehmer über den Einfluss kultureller, religiöser und sexueller Identität auf die Wahrnehmung des Kriegs und Möglichkeiten der erzählerischen Aufarbeitung des Völkermords.

Gespräch mit Philip Gourevitch, Milo Rau, Andrea Böhm und Elisabeth Kaneza


Philip Gourevitch ist Autor, Journalist und Redakteur für The New Yorker, The Paris Review und The Forward. Gourevitch schreibt Reportagen und Essays über Konflikte in Afrika, Europa, Asien und den USA für zahlreiche internationale Zeitungen. Bekannt ist er für seine Werke über den Genozid in Ruanda.


Milo Rau ist Schweizer Regisseur, Theaterautor und Journalist. Im Jahr 2009 etablierte er das Reenactment als Format des politischen Theaters. Auch sein Stück Hate Radio ist als solches angelegt und behandelt die dem Genozid in Ruanda vorausgehenden Hassreden im Radio.


Andrea Böhm war für die taz und die ZEIT als Korrespondentin in den USA tätig und berichtete aus dem Kongo, Somalia und Südsudan. Seit 2013 ist sie ZEIT-Korrespondentin für den Nahen und Mittleren Osten mit Sitz in Beirut.


Elisabeth Kaneza ist Mitbegründerin und Vorsitzende des deutsch-ruandischen Jugendnetzwerks, Ruanda Connection und Referentin für Kommunikation in der Botschaft der Republik Ruanda in Berlin.