Sa, 02. Februar 2013

Sources Synths Circuits. The Instrumentarium of Prof. Kittler

mit Jan-Peter E.R. Sonntag, Paul Feigelfeld, Sebastian Döring, Jussi Parikka

Wir folgen Kittlers Schaltkreisen und Codes, arbeiten mit und gegen ihn, begegnen Nietzsche und transzendieren Foucault. Dabei vivisezieren wir aber den modularen Synthesizer, den der Medienphilosoph in den 1980er Jahren gebaut hat, nicht nur, sondern durchdenken, komponieren und wenden Philologie, Exegese und Epistemologie auf seine Überbleibsel an.

apparatus operandi ist ein in verschiedenen Formaten ausgeführtes Konzeptkunst-Projekt von Jan-Peter E.R. Sonntag. Es untersucht Möglichkeiten, mit Apparaten Wahrnehmung zu generieren, und stützt sich auf medienarchäologische und medienhistorische Argumentationen in Kombination mit sinnlicher Wahrnehmung. Das Projekt lehnt Materie, also Hardware, als obsolet ab und beschäftigt sich stattdessen mit prozeduralem Verhalten. apparatus operandi kritisiert überholte Institutionen, die aufgrund ihrer Tendenz, uns träge zu machen, noch immer über unsere Handlungsräume herrschen. Sebastian Döring reflektiert die rhetorischen, strukturellen und dispositiven Aspekte, auf die sich das Projekt konzentriert. Paul Feigenfeld präsentiert eigene Forschungsergebnisse und öffnet das Feld von Kittlers Quellcode. Medienarchäologe Jussi Parikka bringt Fragen nach der Archivierung, Institutionen und dem User in die Diskussion mit ein.