Performance

Coded Narratives

Vanessa Ramos-Velasquez und Gastmusiker A Guy Called Gerald

Fr 1.2.2013
21.30h
12 €, ermäßigt 10 €

Coded Narratives (CN) ist ein retrofuturistisches Lagerfeuer-Erlebnis für ein aktiv beteiligtes Publikum. Es basiert auf der Proto-Programmiersprache der Morse-Zeichen, die man 1999 für tot erklärt hat.

Die damit erzählte Geschichte wird mit Sound Art verknüpft, das Publikum generiert den Klang über Texteingaben selbst und nutzt ein aufstrebendes technisches Objekt der digitalen Kommunikation als narratives Tool und künstlerisches Medium: das Tablet. In dieser taktil-audiovisuellen Umgebung interagieren auch andere Programmiersprachen mit den Morsezeichen. Ergebnis ist ein großer Chatraum, in dem das Publikum Buchstaben und Inhalte in das als verbindendes Gerät fungierende Tablet eingibt. So entsteht die Geschichte als in der Gruppe erlebbares Potpourri individueller Eingaben.

Vanessa Ramos-Velasquez ist die künstlerische Akteurin, die diese interaktive soziale Umgebung gestaltet. Das Publikum ist eingeladen, mit dem System ein Ereignis zu generieren, das es im Entstehungsprozess selbst erlebt und kritisiert. Das Tablet wandert von Person zu Person. Die eingegebenen Sätze werden in Morsezeichen codiert und direkt in den Sound-Apparat des Musikers A Guy Called Gerald eingespeist, der angelehnt an den so entstehenden Ton Musik komponiert.

Anlässlich der transmediale und des CTM-Festivals greift das Projekt Coded Narratives das Thema „Degradierung“ (verdrängt werden) auf, also die Herabstufung von einer überlegenen Position in eine niedrigere, wie im Fall von Pluto oder von Morse-Zeichen geschehen, oder im Fall einzelner besonderer Quellen in dem Überfluss an Inhalten und Stimmen, der die vernetzte User-Kultur ausmacht. Das Publikum wird sich folgende Fragen stellen: Wie hat sich das angefühlt? Was haben Sie getan, als sie degradiert wurden? Was werden Sie tun, falls Sie eines Tages verdrängt werden?


In collaboration with CTM Festival