So, 13. Januar 2013

History on an Expanded Canvas: The Anthropocene’s Invitation

Dipesh Chakrabarty

Keynote von Dipesh Chakrabarty (Department of History, University of Chicago). Einführung und Gespräch: Jürgen Renn (Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Berlin)


Wenn Klimawissenschaftler zu Zivilisations- und Gesellschaftshistorikern geworden sind, wie kann man dann ihre Erkenntnisse übersetzen und eine Gesamterzählung konstruieren, die nicht nur lokalen Soziologien oder einer planetarischen Geophysik verständlich ist, sondern beide Positionen integriert? Der Historiker und postkoloniale Theoretiker Dipesh Chakrabarty, denkt über das Potenzial vergangener und zukünftiger Erzählungen innerhalb des Anthropozäns nach. Welche Arten der Ermächtigung beziehungsweise Entmachtung repräsentieren diese kollaborativen und vielfältigen Erzählungen? Chakrabarty schlägt eine Verbindung von Erdgeschichte und Menschheitsgeschichte vor, um die Missverständnisse der Moderne über menschliche Handlungsmacht und kapitalistische Freiheit neu zu diskutieren.



Dipesh Chakrabarty (Chicago) ist Professor am Department of History und dem Department of South Asian Languages and Civilizations an der University of Chicago. Er ist Gründungsmitglied und Mitherausgeber der Zeitschrift Postcolonial Studies. Seine aktuellen Projekte befassen sich mit den Implikationen des Klimawandels für das politische und historische Denken, für Demokratie und politisches Denken in Südasien und der Kulturgeschichte des muslimisch-bengalischen Nationalismus.


Jürgen Renn (Berlin) ist Direktor des Max-Planck-Instituts für Wissenschaftsgeschichte, Berlin und dort Leiter der Abteilung „Strukturwandel von Wissenssystemen, zudem Honorarprofessur an der Humboldt-Universität zu Berlin und der Freien Universität Berlin. Zu seinen Forschungsinteressen gehören die langfristige Entwicklung von Wissenssystemen, der interkulturelle Austausch von Wissen sowie Transformationsprozesse von Wissensstrukturen und ihre gesellschaftlichen Bedingungen.


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