Fr., 11. Januar 2013

Geontologies: A Requiem to Late Liberalism

Elizabeth A. Povinelli

Keynote von Elizabeth A. Povinelli (Department of Anthropology, Columbia University, New York). Einführung und Gespräch: Ethel Matala de Mazza (Institut für deutsche Literatur, Humboldt-Universität zu Berlin)


Ein Großteil Kritischer Theorie versucht, Leben außerhalb des „Menschlichen“ zu denken, während die meisten anthropozän inspirierten Fragestellungen sich darauf konzentrieren, wie der Mensch seine Lebensweise beibehalten kann, ohne „unmenschlich“ zu werden. Schafft das Anthropozän also Rahmenbedingungen, um dem Kapitalismus ein menschliches oder umweltgerechtes Antlitz zu verleihen, ohne ihn aufgeben zu müssen? Elizabeth A. Povinelli fasst die westliche politische Theorie in der Metapher und Biopolitik des Kohlenstoffkreislaufs zusammen, in der das Leben als zirkuläres Stoffwechselsystem aus Wachstum, Fortpflanzung und Verfall betrachtet wird. Sie setzt verschiedene lokale Arrangements von „Leben“ in Bezug zu Technologien des Erhalts und der Erneuerung. Welche Wesen und welche Arten des Seins sind privilegiert, Leben zu beanspruchen oder die Seinsprozesse der Erde zu bewahren?

Ethel Matala de Mazza (Berlin) hat Germanistik, Philosophie, Linguistik und Kunstgeschichte in Bochum, Paris und München studiert und ist Professorin an der Humboldt-Universität zu Berlin. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Literatur- und Theoriegeschichte des politischen Imaginären, Wechselbeziehungen zwischen Recht und Literatur sowie Fragen der Kulturtheorie.


Elizabeth A. Povinelli
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