Sa, 02. Juni 2012

A Blind Spot

Präsentiert von Catherine David

Jean Eustache | Les Photos d'Alix, 1980, Filmstill | © Boris Eustache/Tamasa Distribution

Jean Eustache | Les Photos d'Alix, 1980, Filmstill | © Boris Eustache/Tamasa Distribution

Les mains negatives

Marguerite Duras, Frankreich 1978, 35 mm, 18 min

Vom Motiv der Hände ausgehend, welche als prähistorische Abdrücke in einer Höhle im Süden Europas gefunden wurden, führt Duras filmischer Monolog durch blau-schwarze Bilder der morgendlichen Straßen von Paris: „Die Welt ist noch nicht erfunden“.


Le Sphinx

Thierry Knauff, Belgien/Frankreich 1986, 35 mm, 12 min

Eine Stimme liest Fragmente aus einem Text Jean Genets über das Massaker im Palästinenser-Lager Shatila während des Libanon-Kriegs. Und während sich die Erzählung in „Le Sphinx“ ihren Weg durch ein Feld toter Kadaver bahnt, scheut die Kamera davor zurück, das Grauen zu zeigen.


Toute révolution est un coup de dés

Danièle Huillet und Jean-Marie Straub, Frankreich 1977, 16 mm, 10 min

In starren Posen des Brechtschen epischen Theaters rezitiert eine Gruppe von Schauspielern alternierend aus Mallarmés Gedicht „Ein Würfelwurf wird den Zufall niemals abschaffen“. Den Toten der Pariser Kommune gewidmet, entwickeln der Film und seine Stimmen ein rhythmisches Äquivalent zur experimentellen Typografie des Originalgedichts.


Les Photos d’Alix

Jean Eustache, Frankreich 1980, 35 mm, 18 min

Die Fotografin Alix Cléo Roubaud spricht mit dem Sohn des Regisseurs, Boris Eustache, über ihre Arbeit. Lächelnd gesteht sie ein, im Namen der Wahrheit, schon so manches Bild im Nachhinein gefälscht zu haben.


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