Fr, 09. Dezember 2011 und Sa, 10. Dezember 2011

Memorial Mania

Soziale und politische Strategien des Erinnerns

Memorial Mania – Soziale und politische Strategien des Erinnerns

Memorial Mania – Soziale und politische Strategien des Erinnerns

Wie werden wir aufgefordert, Geschichte zu erinnern? Können Denkmäler unserem kollektiven Gedächtnis als freie Reflexions- und Reibungsfläche dienen? Zehn Jahre nach 9/11 und sechs Jahre nach der Eröffnung des Denkmals für die ermordeten Juden Europas beschäftigt sich das Symposium der American Academy in Berlin im Haus der Kulturen der Welt mit dem Denkmal als exemplarische Form der Erinnerungskultur und als Reibungspunkt für politische und gesellschaftliche Strategien der Vergangenheitsbewältigung.

Kann ein Denkmal die sich im Laufe der Zeit ändernde Geschichtswahrnehmung reflektieren oder führt es zwangsmäßig zu einer Überschreibung der tatsächlichen Ereignisse? Sollte ein Denkmal die Möglichkeit der Läuterung bieten oder jegliche Form der normativen Handlungsanweisung vermeiden? Ist das Ziel eines Denkmals die Festschreibung einer bestimmten Geschichtsinterpretation oder Anreiz zur Reflektion? Welche Erinnerungen werden durch Denkmäler hervorgerufen und wer entscheidet darüber, welche Ereignisse in das kulturelle Gedächtnis einfließen?


Historiker, Journalisten, Künstler und Schriftsteller diskutieren in drei Expertenrunden über Funktionen und Strategien des Erinnerns am Beispiel des zeitgenössischen Denkmals. Zur Eröffnung sprechen Dieter Daniels, Professor für Kunstgeschichte und Medientheorie und Teilnehmer der Expertenwerkstadt zum Leipziger Freiheits- und Einheitsdenkmal, und James E. Young, Professor für Anglistik und Judaistik und Mitglied der Findungskommission für das Denkmal für die ermordeten Juden.


Weitere Informationen unter www.americanacademy.de

Um Akkreditierung wird bis zum 8.12.2011, 17:00 Uhr unter program@americanacademy.de gebeten.