Sa, 18. Juni 2011

Eisa Jocson (Manila)

Horizontal / Vertical Dialogues

Eisa Jocson | Foto © Angelo Vermeulen

Eisa Jocson | Foto © Angelo Vermeulen

Sie schmeißt sich mit ihren killer Stilettos gegen die Stange. Sie rüttelt und schüttelt die gierige Säule. „I just don’t know what to do with myself“.

Pole Dance, den so genannten Stangentanz, gibt es im Artistikbereich wie auch im Rotlicht-Milieu. Die Philippina Eisa Jocson nutzt den akrobatischen Akt höchster Weiblichkeit und Verführung, um die Formbarkeit von sozialen und kulturellen Konstruktionen in Frage zu stellen. In ihrer Performance, die sie als visuelles Statement im Raum versteht, treffen Sexualität und Stärke, Voyeurismus und Zurückhaltung sowie Verwundbarkeit und Überschreitung aufeinander. Den Poledance in einen öffentlich-sichtbaren Kontext zu heben, bedeutet für die bildende Künstlerin, mit den Erwartungen der Zuschauer zu spielen, und für das Publikum, seine Vorstellungen von öffentlichem und privatem Raum neu zu überdenken.

Im Rahmen der Passage Through the Night