Fr, 17. Juni 2011

Dave St-Pierre (Montreal)

Libido

Dave St. Pierre | Libido | Foto: Anna van Kooij

Dave St. Pierre | Libido | Foto: Anna van Kooij

Libido ist das jüngste Stück von Dave St-Pierre. Während der kontroverse Künstler früher „Un peu de tendresse, bordel de merde!“(„Ein bisschen Zärtlichkeit, verdammt!“) forderte, deutet hier schon der Titel an, dass es stärker zur Sache geht.

Blutüberströmt und mit Messern bewehrt hockt die Protagonistin auf ihrem Co-Darsteller. Lustvoll beginnt sie an dem Nackten zu säbeln. Die beiden streiten und begehren sich. Gewalt und Sex sind die zentralen Elemente dieser Performance, bei denen der kanadische Choreograph selbst die Rolle des Puppenspielers übernimmt. Der Voyeurismus wird zum Thema, St. Pierre befragt das Provokante und Problematische seiner Performance gleich in der Performance selbst, vor und mit dem Publikum.


Libido ist eine Koproduction von Dance Works Rotterdam/André Gingras, Dave St-Pierre und Stichting Gingras.