Mi, 02. Juni 2010

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"Djibouti oder Die Gewehre sind nicht geladen - nur nachts" und "Djibouti, Wiederbegegnung mit einer Erfindung 1973/1991" von Michael Mrakitsch. Einführung von Florian Schneider

Michael Mrakitsch | Djibouti oder Die Gewehre sind nicht geladen - nur nachts. (1975)

Michael Mrakitsch | Djibouti oder Die Gewehre sind nicht geladen - nur nachts. (1975)

Er galt als „Dostojewski des Dokumentarfilms“, seine Filme wurden als „Triumph des Dokumentarischen über die Fiktion“ gefeiert: Regisseur Michael Mrakitsch arbeitete von den frühen 1960er bis in die 1990er-Jahre für verschiedene deutsche Fernsehsender. Seine über zwei Dutzend Filme gehören zu den ambitioniertesten, streitbarsten und bewegendsten Werken der westdeutschen Film- und Fernsehgeschichte. Diese Retrospektive zeigt seine Filme wohl zum ersten Mal außerhalb des Mediums Fernsehen, an dessen Produktionsbedingungen sie untrennbar gebunden sind. Michael Mrakitsch verstarb am 12. März 2010.

Djibouti oder Die Gewehre sind nicht geladen – nur nachts

R: Michael Mrakitsch, D 1975, 53 min.

Der Film ist die Sezierung der Widerwärtigkeiten eines kolonialen Regimes, das sich längst selbst überlebt hat und trotzdem fortbesteht in seinem Bestreben, sein post-koloniales Programm fortzuschreiben.


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