Sa, 25. Oktober 2008

The Colonial Modern

Inspektion des Résident Générals Francis Lacoste in dem Viertel Carrières Centrales, 18. Juni 1954, Casablanca, Marokko | Photo: Jacques Belin / Centre d’Archives Diplomatiques, Ministère des Affaires Etrangères, Nantes, Frankreich

Inspektion des Résident Générals Francis Lacoste in dem Viertel Carrières Centrales, 18. Juni 1954, Casablanca, Marokko | Photo: Jacques Belin / Centre d’Archives Diplomatiques, Ministère des Affaires Etrangères, Nantes, Frankreich

Programm


11.30 – 13.30 h Vorträge

Nezar AlSayyad: Colonial Norms and Forms

(Moderation: Tom Avermaete)

Jyoti Hosagrahar: Signs of Modernity: Reading Colonial and Postcolonial Urbanism

(Moderation: Serhat Karakayali)


14.30 – 16.30 h Vorträge

Monique Eleb: Fonctionalisme universaliste ou habitat adapté

(Moderation: Tom Avermaete)

Joe Nasar: Urbanism: Exported or Imported

(Moderation: Serhat Karakayali)


17 h Gespräch

mit Kader Attia und Kobena Mercer (Moderation Marion von Osten)

18 h Abschlussdiskussion

(Moderation:Tom Avermaete und Serhat Karakayali)


Tag 1 | Tag 2 | Tag 3


Teilnehmer:


Nezar AlSayyad, der Architekt, Städteplaner und Stadthistoriker hat eine Professur an der University of California at Berkeley. Er ist dort Dekan am College of Environmental Design und Leiter des Center for Middle Eastern Studies (CMES). Er hat mehrere Bücher über Stadtentwicklung und Architektur im Nahen Osten herausgebracht. Zu seinen jüngeren Werken gehören Hybrid Urbanism (2001) und Making Cairo Medieval (2005). Nezar AlSayyad arbeitet derzeit an zwei neuen Publikationen: Traditions. The real, the hyper and the virtual in the Built Environment (Routledge) und Cairo: Stories of a City (Harvard University Press), die beide 2009 erscheinen sollen.


Jyoti Hosagrahar lehrt an der Columbia University (NY) und leitet den Fachbereich Sustainable Urbanism International an der Columbia University und in Bangalore (Indien). In ihrer Arbeit konzentriert sie sich auf die kulturelle und historische Auffassung von Moderne und Stadtentwicklung in Süd- und Südostasien. Sie ist Beraterin für Stadtentwicklung und Denkmalschutz sowie Fragen der Nachhaltigkeit in Asien und Expertin für historische Städte bei der UNESCO. Ihr jüngstes Buch Indigenous Modernities: Negotiating Architecture and Urbanism (Routledge 2005) wurde mit dem Preis der International Planning History Society ausgezeichnet und vielfach rezensiert.


Monique Eleb, die Psychologin und Soziologin hat eine Professur an der École d’architecture Paris-Malaquais inne und leitet das Laboratoire Architecture, Culture, Société (ACS). Sie hat viele Bücher und Essays über Wohnungsbau und Alltagsleben in Frankreich veröffentlicht, unter anderem in Zusammenarbeit mit Jean-Louis Cohen: Casablanca: Mythes et figures d’une aventure urbaine (1998); Paris: architecture, 1900-2000 (2000) und Les mille et une villes de Casablanca (2003.


Joe Nasr ist ein unabhängiger Gelehrter, Redner und Berater, der eine Reihe von zeitgenössischen und historischen Stadtplanungsthemen bearbeitet. Er beschäftigt sich seit 15 Jahren mit städtischer Landwirtschaft und Themen der weltweiten Ernähung. Nasr ist am Bereich Umweltschutz und nachhaltige Entwicklung der American University of Beirut (AUB) tätig und arbeitet für das Institut français du Proche-Orient. Er hat in Stadt- und Landschaftsplanung an der University of Pennsylvania promoviert. Zu seinen weiteren Interessensgebieten gehören: Nachkriegs-Wiederaufbau, Planungstheorie, Planungskultur, Urbane Morphologie. Jüngere Publikationen: La formation des urbanistes en Jordanie (2006) und Actors and vectors: towards alternate histories of the city-building process in the Near East (2005).


Kobena Mercer schreibt und lehrt über die Bildende Kunst der Schwarzen Diaspora und gehörte 2006 zu den ersten Empfängern des Clark Prize for Excellence in Arts Writing. Er studierte Kunstgeschichte und Diaspora Studies an der Middlesex University, London, und hat an der New York University sowie der University of California in Santa Cruz unterrichtet Sein erstes Buch Welcome to the Jungle: New Positions in Black Cultural Studies (1994) eröffnete neue wissenschaftliche Perspektiven auf Bildende Kunst, Film und Fotografie. Zu seinen jüngeren Veröffentlichungen gehören: ‘Post-Colonial Trauerspiel’ in The Ghosts of Songs: The Film Art of Black Audio Film Collective (2007) und ‘Romare Bearden’s Critical Modernism’ in Romare Bearden and the Modernist Tradition (2008).


Kader Attia, 1970 als Sohn algerischer Einwanderer geboren, wuchs in den von Immigranten geprägten Außenbezirken von Paris auf. Dieser kulturelle Hintergrund beeinflusst seine künstlerische Arbeit. Mit Fotografien, Dias, Videos und Installationen wendet sich Kader Attia Fragen der Religion, Entwurzelung, Identität und Sexualität zu. Sein ironischer Standpunkt stellt sowohl die Religion als auch die westliche Konsumkultur in Frage.


Audio-MP3: Talking about the Colonial Modern: Tom Avermaete, Serhat Karakayali & Marion von Osten discuss their curatorial approach to “In the Desert of Modernity” with Diana McCarty on Klubradio.de...