Fr, 29. August 2008

Einführung in die Ausstellung

mit anschließendem Rundgang

Mit Marion von Osten (Akademie der bildenden Künste Wien), Tom Avermaete (Delft University of Technology), Serhat Karakayali (Kanak Attak, TRANSIT MIGRATION Berlin) und Daniel Weiss (GTA Archiv, ETH Zürich)


Marion von Osten, in ihrer Arbeit als Künstlerin, Kulturwissenschaftlerin und Ausstellungsmacherin stellt Marion von Osten transdisziplinäre Arbeitsmethoden ins Zentrum. Ausstellungs-, Veranstaltungsprojekte, künstlerische und theoretische Arbeiten setzen sich mit post-kolonialen und neo-liberalen Verhältnissen, der Regierung von Mobilität und Subjektivität, sowie der gesellschaftlichen Bedeutung der Kulturproduktion auseinander. Sie war von 1996-98 Kuratorin an der Shedhalle Zürich und organisierte dort Projekte wie „Sex&Space“, „SUPERmarkt“ oder „MoneyNations“, von 2003-2005 künstlerische Leiterin von „Projekt Migration“ mit Kathrin Rhomberg und TRANSIT MIGRATION mit Regina Römhild. Seit 2006 hält sie eine Professur an der Akademie der bildenden Künste Wien. Zu ihren Publikationen gehören u.a. “Projekt Migration“ (2005) und „Norm der Abweichung“ (2003).


Tom Avermaete ist Architekturhistoriker und Co-Kurator der Ausstellung. Er lebt und arbeitet in Delft als Professor für Architektur an der Delft University of Technology. Seine wissenschaftliche Arbeit konzentriert sich auf den Öffentlichen Raum und die Stadtarchitektur. Er ist der Autor des Buches Another Modern: the Post-War Architecture and Urbanism of Candilis-Josic-Woods (2005) und hat unter anderem Wonen in Welvaart (Dwelling in Welfare, 2007) über Architektur im Sozialstaat Belgien herausgegeben. Er ist Redakteur beim OASE Architectural Journal. Zusammen mit Hans Teerds und Klaske Havik arbeitet er an einer Publikation mit dem Titel Positions: Architectural Stances on Modernity and the Public Sphere.


Serhat Karakayali, der Soziologe und Co-Kurator der Ausstellung lebt und arbeitet in Berlin. Er ist Magister der Soziologie und hat mit der Arbeit “Metamorphosis of Illegality” an der Universität Frankfurt am Main promoviert. Er arbeitet zum Thema Transformation des Wohlfahrtsstaates und Themen wie Migration und Bürgerlichkeit. Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsprojekt TRANSIT MIGRATION. Am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Universität Frankfurt/Main. Derzeit arbeitet er bei kanak attak in einem Projekt über Rassismus und Antisemitismus in Berlin.


Daniel Weiss, geboren 1967, studierte Geschichte und Kunstgeschichte an der Universität Zürich. Er betreut das Archiv des Instituts für Geschichte und Theorie der Architektur (gta) an der Eidgenössischen Technischen Hochschule ETH Zürich. Neben freien Projekten, Beiträgen zur Stadtentwicklungspolitik, wissenschaftlichen Lektoraten und der Arbeit in basispolitischen Kollektiven, beteiligte er sich an zahlreichen Forschungs-, Publikations- und Ausstellungsprojekten zur Architekturgeschichte des 20. Jahrhunderts.