Sa., 30. Oktober 2021

Students‘ Day

Foto: Neslihan Yagiz

Foto: Neslihan Yagiz

Gibt es Karten, die Heimat verzeichnen – ihren Verlust oder den Aufbau eines neuen Zuhauses? Am Students’ Day vermessen zwei Workshops die Themen des Archivs der Flucht. Sie kartieren die Filminterviews visuell, halten Fluchterzählungen in Kartografien fest und formulieren persönliche Wünsche für eine plurale Gesellschaft.

Der Students' Day wird von Studierenden des Instituts für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität zu Berlin gestaltet – begleitet von Manuela Bojadžijev.

Workshop 1
Kollektive Kartografien
Mit Tom Bucher, Esther Buntfuß, Antonia Welch Guerra, Neslihan Yagiz und Ilayda Schattner (theaterpädagogische Beraterin)

Studierende nähern sich dem Oral-History-Projekt mit einer assoziativen Übung aus der Theaterpädagogik: Sie besuchen die Installation im HKW-Foyer und tragen persönliche Beobachtungen im Gespräch zusammen. Anschließend reagieren sie schriftlich aufeinander und erstellen gemeinsam Schaubilder ihrer Eindrücke. Was erzählen die Interviews über das Deutschland von heute, aber auch über die Vergangenheit dieses Landes? Wie lässt sich eine Migrationsgesellschaft zukunftsfähig gestalten?

Workshop 2
Mapping als Methode
Mit Simon Ullrich, Patricia Usée, Nelson Wilhelm

Orte der Flucht, Orte des Transits: Teilnehmende verbinden die im digitalen Archiv beschriebenen Durchgangsräume, ihre politischen und geografischen Strukturen. Die Methode des Mapping wird dabei nicht angewendet, um Grenzen auf Landkarten sichtbar zu machen. Vielmehr interveniert sie, ermöglicht gesellschaftliche Gegenentwürfe – und entwickelt Utopien für einen Ort zum Ankommen.