24-Stunden-Filmscreening

Marx

Ein Film von Olaf Nicolai

12h – 22.09. 12h
Eintritt frei
0–12h
Eintritt frei
Wichtig:
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Ohne Sprache
Olaf Nicolai, Marx, 2020 (Filmstill).

Eine fixierte Kameraeinstellung auf das Karl-Marx-Monument in Chemnitz, gefilmt über einen Tag hinweg: Für seinen Film wählte Olaf Nicolai einen einzigen Bildausschnitt, der nur einen Teil des monumentalen Gesichts zeigt. Das 24-Stunden-Close-up verwandelt die politische Ikone in eine Landschaft, die ständiger Veränderung durch die Lichtverhältnisse der Umgebung unterworfen ist. Zu hören ist der vorbeiziehende Lärm des Verkehrs oder Passant*innen und die voranschreitende Uhr des Glockenspiels vom nahegelegenen Rathausturm. Mit Marx fragt der Künstler Olaf Nicolai nach dem Verlauf von Zeit, nach ihrer Bemessung und Bedeutung in physikalischer wie philosophischer Hinsicht.

Der Film Marx wurde 2020 während der herbstlichen Tagundnachtgleiche aufgenommen, wenn Tag und Nacht dieselbe Länge haben. Genau ein Jahr später wird er zur Tagundnachtgleiche an verschiedenen Orten vorgeführt. Die Bilder reisen um den Globus und sind in jeweils unterschiedlichen Zeitzonen zu sehen – von Guangzhou über Jerusalem, Tanger und Berlin bis nach Montevideo und Los Angeles.

In Kooperation mit dem Haus der Kunst. Produziert im Rahmen des Projekts „Gegenwarten I Presences 2020“, veranstaltet durch die Kunstsammlungen Chemnitz.

Die weltweite 24-Stunden-Uraufführung wurde ermöglicht durch die Unterstützung von Haus der Kunst, München; Galerie Eigen + Art Leipzig / Berlin; Knust Kunz Gallery Editions; Stiftung Federkiel & Christian Jacobs; Kulturstiftung des Bundes und Stadt Chemnitz.