Di, 02. November 2021

Organismendemokratie: Justizpalast

Zur Erweiterung der politischen Gemeinschaft

Foto: Club Real

Foto: Club Real

Wem gehört die Stadt? Wer entscheidet, was dort passiert? Wie können nicht-menschliche Lebewesen Teil der politischen Gemeinschaft werden? Auf diese Fragen findet die seit 2019 bestehende und von Club Real initiierte Organismendemokratie in der Berliner Osloer Str. 107/108 grundlegend neue Antworten. Alle auf der Brache lebenden Spezies haben die gleichen politischen Rechte – gleich ob Eichhörnchen, Kastanie oder Wurzelknöllchenbakterium. Im Parlament der Organismen kämpfen menschliche Vertreter*innen für die Anliegen der von ihnen repräsentierten nicht-menschlichen Organismen und fassen gemeinsam Regierungsbeschlüsse, die am Tag der Gartenexekutive umgesetzt werden. Im Justizpalast wird die Regierungsperiode 2021 kritisch hinterfragt. Die Besucher*innen der Gerichtsverhandlung entscheiden über zwei Klagen, die Bürger*innen-Spezies der Fläche in Berlin-Mitte eingebracht haben. Expert*innen beleuchten die Frage der politischen Repräsentation aus verschiedenen Blickwinkeln: Wie müssen sich politische Institutionen weiterentwickeln, um der gegenwärtigen Situation der ökologischen Krise gerecht zu werden, um mehr Menschen und auch die Interessen zukünftiger Generationen stärker miteinzubeziehen?

Mit Fahim Amir, Xenia Chiaramonte, Marianne Ramsay-Sonneck & Georg Reinhardt (Club Real) u.v.a.

In Kooperation mit Arch+ und Club Real, im Rahmen des Projekts Cohabitation Diskurs: Zoopolis Berlin