Sa, 14. August 2021

Frem

R: Viera Čákanyová, Tschechische Republik / Slowakei 2019, 73 min | Vorfilm: It, 13 Min

Frem (Film-Still)

Frem (Film-Still)

Frem

R: Viera Čákanyová, Tschechische Republik / Slowakei 2019, 73 min, OV

Zu Beginn: analoge Bilder als Erinnerung an die Dinge, die mal waren, und daran, wie sie gefilmt wurden. Es folgen kristallklare digitale Bilder: Die weißen Unendlichkeiten der Antarktis aus der Vogelperspektive, choreografierte Fahrten, hier und da von Störungen wie Atmen, Tonverzerrungen und Rauschen begleitet. Das Auge trifft auf eine im Verschwinden begriffene Landschaft, überscharf wie die Bilder, durch die die Zuschauer*innen auf sie blicken. Vereinzelt tauchen miniaturisierte Menschen auf – Überlebende einer Katastrophe, die irgendwann zwischen Vergangenheit und Zukunft über die Erde gekommen ist. Frem ist Dokument, poetische Untersuchung von Bildgebungsprozessen und Science-Fiction-Film in einem und verschränkt radikal die Vorstellungsfelder von Kunst und Forschung, Realität und Fiktion, Abbild und Abgebildetem.

Vorfilm:

IT

R: Anouk De Clercq / Tom Callemin, Belgien 2017, 13 min, OmEU

Ein blinder Mann berichtet von einer Sonnenfinsternis: einem Lichtphänomen, das er durch andere Sinne als das Sehen wahrnimmt. Er führt durch das Dunkel, durch dieses kurzzeitige Ereignis, das die Welt verändert. In der künstlerischen Begegnung von Anouk De Clercq und Tom Callemin treffen Licht und Dunkelheit aufeinander. Ihre jeweiligen Welten finden sich immer wieder im Bereich des kaum Sichtbaren, im Schwarz-Weiß, in der Faszination für das, was Licht offenbaren kann.