Do, 08. Juli 2021

#Survivance: Workshop

© Maimuna Arafam, coletivo Cadjigue

© Maimuna Arafam, coletivo Cadjigue

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Donnerstag, 08.07.

10–13h WESZ (Porto) / 11–14h MESZ (Berlin)
Online-Workshop, mit Anmeldung
Abseitige Metaphern: Ein Holographisches Experiment
Mit mordo (Aline Baiana, Camila de Caux, Eric Macedo)

Wie können Metaphern heute eingesetzt werden, um den gegenwärtigen unruhigen Zeiten entgegenzutreten? Die Bewohner*innen von Gethen aus Ursula Le Guins Science-Fiction-Romanen würden sagen: „Gegen etwas opponieren, bedeutet, es zu erhalten. (…) Man muss woanders hingehen; man muss sich ein anderes Ziel setzen. Dann beschreitet man einen anderen Weg.“ Der Workshop ist ein spekulatives Experiment rund um die Entwicklung von Metaphern. Die Veranstalter*innen beziehen sich auf die Semiotik des Anthropologen Roy Wagner und die Fiktion von Le Guin, um auf der Suche nach innovativen Dynamiken konventionelle Bedeutungszusammenhänge zu verlassen und andere Wege der Sinnhaftigkeit zu beschreiten. Die Teilnehmenden sind eingeladen, Bilder, Konzepte und kleine Objekte mitzubringen, von denen sie glauben, dass sie Praxen der „Survivance“ hervorrufen könnten. Gemeinsam werden die inneren und äußeren Bedeutungen der Elemente erkundet, Zusammenhänge aufgespürt und darüber nachgedacht, inwiefern sich daraus neue und unerwartete Metaphern komponieren lassen. Mit einem Netzwerk aus hölzernen Stöcken wird eine holographische Struktur entwickelt, die Metapher als Mythenbildung neu entdecken lässt, als Erzählung des Überlebens und des Widerstandes im Zeitalter des Anthropozän.

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