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Sa, 25. Juli 2020

Was Bleibt | Šta Ostaje | What Remains / Re-visited | Never

R: Clarissa Thieme, Deutschland/Österreich/Bosnien-Herzegovina | 2020, 70 min, OmE R: Armando Lulaj, Albanien 2013, 22 min, OmE

Was bleibt I Šta ostaje I What remains / Re-visited (2020), Filmstill | © Clarissa Thieme

Was bleibt I Šta ostaje I What remains / Re-visited (2020), Filmstill | © Clarissa Thieme

Was Bleibt | Šta Ostaje | What Remains / Re-visited

R: Clarissa Thieme, Deutschland/Österreich/Bosnien-Herzegovina 2020, 70 min, OmE

2008 und 2009 fuhr Clarissa Thieme durch Bosnien-Herzegowina und stellte ihre Kamera an Orten auf, an denen in den neunziger Jahren Kriegsverbrechen stattfanden. So entstand der Kurzfilm Was Bleibt | Šta Ostaje | What Remains. Zehn Jahre später stellt sie die Kamera an genau denselben Orten auf. Zwei Frauen tragen in einem performativen Akt ein Still aus dem ersten Film ins Bild. Das Still weckt die Neugier der Passant*innen und die Performance eröffnet eine Art Spiel: Was kann man sehen, wenn das Bild aus der Vergangenheit den Blick auf die Gegenwart verstellt oder diesen Blick nur an den Rändern freigibt? (Cristina Nord, gekürzt)

Never

R: Armando Lulaj, Albanien 2013, 22 min, OmE

Zur Zeit des Kommunismus führt die albanische Armee im Jahr 1968 auf Geheiß der Arbeiterpartei und unterstützt von der Freiwilligen Jugend einen der größten freiwilligen Arbeitseinsätze der Epoche durch: Auf einen Gebirgszug in der Nähe der Stadt Berat wird der Name des albanischen Diktators Enver Hoxha in monumentaler Größe in den Stein graviert. 44 Jahre später nimmt es eine Gruppe aus dem Dorf auf sich, den Berg zu besteigen und die Buchstaben mit einem neuen Wort zu überschreiben, das sich sowohl auf die damalige Diktatur, als auch auf die jetzige Regierung bezieht. Unter großen Mühen wird die jüngere Geschichte umbenannt: Aus ENVER wird NEVER.