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Do, 10. März 2022 — Sa, 12. März 2022

#Weaving

Foto: Douglas Lopes

Foto: Douglas Lopes

Wie lässt sich theoretisches, akademisches Wissen mit dem praktischen und intellektuellen Knowhow der Favela verweben? Wie ist es möglich, ein Netz der Solidarität zwischen Rio de Janeiro und Berlin zu knüpfen? Kann „Weaving“ (Weben) – die gemeinsame Konstruktion informeller, provisorischer Modi der Entwicklung und Befähigung gesellschaftlicher und körperlicher Prozesse – zum Instrument des Widerstands gegen die bestehenden institutionellen Strukturen werden? Seit knapp 25 Jahren agieren die Redes da Maré in der Favela Maré in Rio de Janeiro im Bereich Selbstverwaltung, Community-Building, Sozial- und Kulturarbeit. Die Mitglieder des Netzwerks nennen sich „Webende“, denn ihre Projekte können sie nicht allein realisieren. Ihre Initiative bringt Menschen aus Maré und anderen Gegenden der Stadt zusammen. In verschiedenen Kooperationsformen arbeiten Einzelpersonen, Gruppen und Organisationen der Zivilgesellschaft zu den Themen Territoriale Entwicklung, Recht auf öffentliche Sicherheit und Zugang zur Justiz, Kunst und Kultur, Identität und Erinnerung. Die Aktionen der Redes da Maré verstehen sich perspektivisch als garantierte Grundrechte für die Menschen in der Favela. Eine Begegnung von Berliner*innen und einem lokalen Netzwerk von Künstler*innen, Kulturmacher*innen und Kunstwissenschaftler*innen aus Rio dient dem Austausch und der Reflexion in einem gemeinsam geschaffenen Denkraum zur Entwicklung und Erörterung moderner Widerstandsformen.

In Zusammenarbeit mit Redes da Maré