Mo, 05. Juli 2021 — Fr, 09. Juli 2021

#Survivance

Mit Filipa César, Kleber Mendonça Filho, Elizabeth Povinelli, Sónia Vaz Borges, Karrabing Film Collective u. a.

© Maimuna Arafam, coletivo Cadjigue

© Maimuna Arafam, coletivo Cadjigue

An der Schnittstelle von Überleben, Sorge tragen und Widerstand: Die Ausgabe der New Alphabet School in Porto widmet sich dem bewusst vage gehaltenen Begriff „Survivance,“ den der Autor und Aktivist Gerald Vizenor geprägt hat. Die Bedeutung des Konzeptes wird dabei als ein „Verzicht auf Herrschaft, Tragödie und Viktimisierung“ aufgefasst.

Beitragende aus Kunst, Geisteswissenschaften und Aktivismus erläutern, wie verschiedene Auslegungen von „Survivance“ in herausfordernden Zeiten gesellschaftspolitischer und ökologischer Ungleichheiten durch die Entwicklung von kreativen Formen dazu beitragen kann, Gewalt abzuwenden. „Survivance“ wird aus der Perspektive von oft unbeachteten oder ignorierten, damals wie heute kolonialisierten Gruppen diskutiert. Die Ablehnung der Opferrolle sowie Selbstermächtigungen werden durch künstlerische, politische und gemeinschaftliche Praxen zur Sprache gebracht. In Workshops, Vorträgen und Filmvorführungen werden unterschiedliche Ansätze des Konzepts und ihre Bedeutung für das gemeinsame Hier und Jetzt präsentiert. In dem Bewusstsein, dass es viele Welten in dieser Welt gibt, wird auch auf geopolitische Paradigmenwechsel eingegangen und nach Möglichkeiten des Lernens von und mit Vertreter*innen des Globalen Südens gesucht.

Mit Beiträgen von Ariella Aïsha Azoulay, Filipa César, Kleber Mendonça Filho, Elizabeth Povinelli, Patrícia Ferreira Pará Yxapy, Marinho de Pina, Lilia Moritz Schwarcz, Sónia Vaz Borges und Screenings von Karrabing Film Collective u. a.

Mit Workshops von Chto Delat, Mila Turajlic und Ekua Yankah, mordo (Aline Baiana, Camila de Caux, Eric Macedo)

Kuratiert von Daniel Ribas, Filipa César und Nuno Crespo