Do, 21. November 2019

Chaos Ballett

Eine performative Erzählung von Sina Kamala Kaufmann

© Chaos Ballett

© Chaos Ballett

Was es nicht gibt, gibt es entweder noch nicht oder nie. Schöpferische Prozesse anzuerkennen und Kreativität zu fördern ist die Herausforderung einer zukünftigen Gesellschaft. Wie kann dies ganz anders gelingen als bisher? Wie kann eine befreiende Auslegung von geistigem Eigentum aussehen? Zwischen der strengen Form des Balletts und der Unvorhersehbarkeit des Chaos entwirft die Auftragsarbeit von Autorin und Aktivistin Sina Kamala Kaufmann mögliche Szenarien für die Zukunft: Im Zentrum ihrer bisher unveröffentlichten Erzählung steht die automatisierte Erfassung von Uneigennützigkeit durch die technische Aufzeichnung und Auswertung somatischer Prozesse. Interaktionen und Resonanz werden erfasst, durch Blockchain-basierte Verträge verwertbar und (an)erkennbar. Zusammen mit Mitstreiter*innen aus verschiedenen Kollektiven tanzt sie gegen Künstliche Intelligenz und Strukturen, die das Kreativ-Schöpferische zusehends in Bahnen des Konsumierbaren zwängen und für eine matriarchale Gesellschaft, in der Fürsorge und das Schaffen von Entfaltungsmöglichkeiten für andere die Gemeinschaft bestimmen.

Mit Deborah Kötting, Thomas Liebkose, Fabian Rack, Veronika Lugitsch, Steffen Greiner, Lena Fritsch, Margarida Isabel de Abreu Neto u. a.

Musik von: Thomas Liebkose feat. Kabel Trace & Fabian Rack