So, 15. September 2019

Körper-Alphabetisierungen

Corpoliteracy in Bildungs- und Kultureinrichtungen

Installation raumlabor berlin, Auftakt

Installation raumlabor berlin, Auftakt "Schools of Tomorrow", 2017 | © Gauffin

Der „rassifizierte Körper“, der „Körper der Anderen“, der „dämonisierte Körper“, der „barbarische Körper“, der „sexualisierte Körper“: Körper ist nicht fernab von Macht und Herrschaft zu denken. Die Vorstellungen zu bestimmten Körpern bleiben immer bestimmt von den dominanten gesellschaftlichen Verhältnissen. Vor allem diejenigen, deren Körper als „nicht normal“, „seltsam“ oder gar „bedrohlich“ beschrieben werden, sind gezwungen, sich mit dem Gelesen-Werden ihrer Körper kritisch auseinanderzusetzen.

Im Workshop werden theoretische Überlegungen zum „rassifizierte Körper“ ebenso diskutiert wie Afrofuturismus und die körpergebende Kraft der Medien. Diese sollen als Werkzeuge dienen, um das Projekt KörperLesen! fokussiert zu befragen: Welche Strategien sind notwendig, um stereotype Körperbilder zu verlernen? Wie können Kitas, Schulen, Universitäten und Kultureinrichtungen intersektionalen Lebensrealitäten Rechnung tragen? Mit welchen Instrumenten und welchem Vokabular lässt sich Körperlesekunde vermitteln?

Bildungsexpert*innen von bildungsLab* und Teilnehmende begleiten das Projekt Körper lesen! und versuchen sich mithilfe von dialogischen und kreativen Methoden an Antworten auf diese Fragen.

Mit Lalitha Chamakalayil, Shadi Korooshy und Sabine Mohamed (Wissenschaftler*innen, bildungsLab* Berlin)