So, 06. Oktober 2019

Ein Hoch auf die Kunst!

Bargespräch mit Ulrike Ottinger und anderen Künstler*innen

Nach einer Banklehre und einigen Jahren als Gasthörerin an der Akademie der Künste in München zieht es Ulrike Ottinger im Alter von 20 Jahren nach Paris. Getrieben von dem Wunsch, Künstlerin zu werden, sucht sie sich ihre Vorbilder unter den Schriftsteller*innen, Künstler*innen und Intellektuellen, für die Paris vom Exil zum Schaffensort wurde.

Die belebten Cafés und Kinos, das Nachtleben und die Kulturschaffenden aus aller Welt, aber auch die auf den Straßen sichtbaren Auswirkungen des Algerienkrieges und politische Bewegungen der 1960er beeinflussen Ulrike Ottinger und ihr Werk. Paris Calligrammes ist ihr Versuch, diesen frühen Prägungen nachzuspüren. Durch Ottingers vielfältige Schaffensphasen zieht sich ein nahezu anthropologischer Forschungsdrang, als auch ein bewusstes Sich-Treibenlassen. Wäre ihr Werk ohne ihre Jahre in Paris womöglich ein völlig anderes?

Bei einem offenen Bargespräch mit anarchischem Charakter tauscht sich Ulrike Ottinger mit Künstler*innen verschiedener Generationen aus über Künstler*innenwerdung, den kosmopolitischen Geist und die Verkörperung von Orten und Zeiten, über Lebenswerke im Rückblick oder im Entstehen. Bei Drinks und Snacks wird das Ende des Abends nur vom Gespräch diktiert.