Do, 18. Oktober 2007

Die Dynamiken der Stadt - Fragmentierungen und Konzentrationen

New York - Berlin: Kulturelle Vielfalt in urbanen Räumen

Times Square, New York | (c) Frank Paul

Times Square, New York | (c) Frank Paul

Transnationale Migration, ethnische und kulturelle Vielfalt haben in New York zu einer besonderen urbanen Mixtur geführt. Innerhalb der Komplexität dieser Metropole scheinen zwei Kräfte ineinander zu wirken: der integrative Sog von Identifikation mit der Stadt einerseits und die Bildung voneinander separierter Communities andererseits. In welchem Verhältnis stehen diese Tendenzen zueinander und welche kulturellen und sozialen Prozesse setzen sie in Gang? Hier wird nach Unterschieden und Vergleichbarkeiten der Städte New York und Berlin gefragt – beim Umgang mit ethnischer und kultureller Vielfalt, bei der Nutzung öffentlichen Raums und der Teilhabe an Stadtentwicklung.


Metropolen zeichnen sich unter anderem durch die Vielfalt ihrer ethnischen, sozialen und kulturellen Communities aus, die auf unterschiedliche Weise am städtischen Gemeinwesen partizipieren. Welche Dynamiken sind hinsichtlich Integration und Des-Integration in einer Stadt wie New York wirksam?


Mit Peter Marcuse, Professor für Stadtplanung an der Graduate School of Architecture an der Columbia University in New York.

Moderation: Margit Mayer, Professorin für Politikwissenschaft an der FU Berlin.


Peter Marcuse wurde 1928 in Berlin geboren, sein Vater war Herbert Marcuse. Seit 1975 lehrt er als Professor für Stadtplanung an der Columbia Universität in New York. Zuvor hatte er 1952 von Yale den Doktor der Rechtswissenschaften (JD) erhalten. 1963 erwarb er einen MA an der Columbia, 1968 einen weiteren Master in Yale und 1972 einen PhD von der UC Berkeley. Anschließend lehrte er bis 1975 an der UCLA. Er ist Mitglied des wissenschaftlichen Beirates des Transatlantischen Graduiertenkollegs Berlin – New York. Seine Publikationen umfassen u.a.: Of States and Cities: The Partitioning of Urban Space (2002), Globalizing Cities: Is There a New Spatial Order? (1999), and Wohnen und Stadtpolitik im Umbruch: Perspektiven der Stadterneuerung nach 40 Jahren DDR (1991).


Margit Mayer ist Professorin für Politikwissenschaft am Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften sowie am J.-F. Kennedy Institut für Nordamerikastudien der Freien Universität Berlin. Sie ist Mitglied des wissenschaftlichen Beirates des Transatlantischen Graduiertenkollegs Berlin – New York am Center for Metropolitan Studies in Berlin. Schwerpunkte in Lehre und Forschung sind u.a. neue soziale Bewegungen in den USA und in Deutschland sowie Stadtentwicklung und Stadtentwicklungspolitik, Umbau des Wohlfahrtsstaats und Obdachlosigkeit in den USA und in Deutschland in vergleichender Perspektive. Margit Mayer ist Mitglied im Beirat der Zeitschriften "International Journal of Urban and Regional Research" und "Capitalism, Nature, Socialism", assoziierte Herausgeberin der "Urban Affairs Review" und Redaktionsmitglied der Prokla, Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft. Sie ist Mitherausgeberin von "Modernisierung der Kommunalpolitik" und von "Urban Movements in a Global Environment".


Die Konferenz ist eine gemeinsame Veranstaltung des Hauses der Kulturen der Welt und des Center for Metropolitan Studies, Berlin/New York.


Konzept: Susanne Stemmler (Center for Metropolitan Studies) und Sven Arnold (Haus der Kulturen der Welt)