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So, 26. Mai 2019

Medien-Kunst-Technik: Vom Bauhaus zum MIT

Thematische Führung mit Christian Hiller

György Kepes im Center for Advanced Visual Studies (CAVS) am MIT, Cambridge, Massachusetts, 1967 | Courtesy of the MIT Museum, Foto: Ivan Massar

György Kepes im Center for Advanced Visual Studies (CAVS) am MIT, Cambridge, Massachusetts, 1967 | Courtesy of the MIT Museum, Foto: Ivan Massar

In Licht-, Film- und Medienexperimenten wurden am Bauhaus Konzepte des Neuen Sehens erprobt. Diese künstlerisch-experimentelle Erforschung von Wahrnehmungsapparaten führten Bauhäusler*innen auch nach Schließung der Schule in den Vereinigten Staaten fort – teils im Auftrag von Industrie, Politik und Militär. So übernahm László Moholy-Nagy die Leitung des New Bauhaus in Chicago. Sein Mitarbeiter György Kepes gründete später das Center of Advanced Visual Studies am Massachusetts Institute of Technology (MIT). Muriel Cooper, Art Director der MIT Press, übertrug Gestaltungsprinzipien des Bauhauses ins Digitale. Aber auch in der Gegenkultur und Pop-Art hallten die Medien-Experimente des Bauhauses nach, so z.B. in den Arbeiten von Stan VanDerBeek, Nam June Paik und Andy Warhol. Eine Führung durch das vierte Ausstellungskapitel Still Undead, das im HKW erstmals zu sehen ist.

Christian Hiller ist Kurator, Medienwissenschaftler und Redakteur bei ARCH+ Magazin für Architektur und Urbanismus. Für die Stiftung Bauhaus Dessau ko-kuratierte er die Ausstellungen Bauhaus in Aktion, bauhaus.film und Mensch Raum Maschine – Bühnenexperimente am Bauhaus. Er hat mehrere Publikationen zum Bauhaus herausgegeben, war Mitherausgeber der DVD-Reihe Edition Bauhaus und organisiert Festivals, Symposien und Workshops, die sich mit den politischen und gesellschaftlichen Dimensionen des Bauhauses beschäftigen. Er ist Teil des kuratorischen Teams von projekt bauhaus und von bauhaus imaginista.