So, 07. April 2019

Das Bauhaus und China

Thematische Führung mit Eduard Kögel

Das Bauhaus stand seit seiner Gründung in Kontakt mit Modernen weltweit. Nach seiner Schließung verließen viele Bauhäusler*innen Deutschland. Die Kontakte in die Welt waren zahlreich. Obwohl kein Bauhaus-Meister jemals China besucht hatte, floss die Bauhaus-Lehre nach dem Zweiten Weltkrieg in Planungen für ein Groß-Shanghai ein, verbreiteten sich die Bauhaus-Ideen bis nach Hongkong und Taiwan. So unterrichtete beispielsweise Walter Gropius in Harvard chinesische Studierende der Architektur, die nach dem Krieg ihre Ideen in die junge Volksrepublik mitnahmen. Seit den späten 1940er Jahren arbeitete Gropius u. a. zusammen mit I. M. Pei an der Übertragung der Ideen der beginnenden Nachkriegsmoderne auf den chinesischen Kontext. Die Führung folgt den Beziehungen, Korrespondenzen und Migrationsgeschichten zwischen Bauhaus und China.

Eduard Kögel ist freier Kurator, Kritiker und Forscher zu Themen der Architektur- und Transfergeschichte zwischen Europa und Asien. Er studierte Architektur, Stadt- und Landschaftsplanung, war wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Planen und Bauen in außereuropäischen Regionen der Technischen Universität Darmstadt und promovierte 2007 an der Bauhaus-Universität Weimar. Von der Society of Architectural Historians erhielt er 2011 eine Scott Opler Emerging Scholar Fellowship.