Fr, 26. April 2019

How Long Is an Echo?

Louis Chude-Sokei, Melody Jue, Marina Rosenfeld

Das Leben baut auf all dem auf, was es vor ihm gab. Die von menschlichen und nicht-menschlichen Akteur*innen bewohnte Welt ist genauso lebendige Geschichte wie sie Fundament und Austragungsort zukünftiger Veränderungen ist. Diese Strukturen von Echo und Resonanz stellen eine Verbindung zwischen Vergangenheit, gegenwärtigen Umweltbedingungen und Zukunft her: Wie aber lässt sich damit arbeiten?

Der Literaturwissenschaftler Louis Chude-Sokei arbeitet mit dem Konzept des Echos für ein tieferes Verständnis politischer und kultureller Bedingungen der Gegenseitigkeit und der Beziehung zwischen Anderen und dem Selbst. Die Literaturwissenschaftlerin Melody Jue diskutiert den Begriff der Sättigung und fordert damit gängige Epistemologien heraus, die Forschungsobjekte als eigenständig definieren. Am Beispiel von Übergangsmomenten geht sie dem Zusammenspiel von Medien, Akteur*innen und Umwelt auf den Grund. Die Komponistin und Künstlerin Marina Rosenfeld kommentiert ihre eigene Praxis im Hinblick auf ihr Interesse am Zerfall von Sound und an Geräuschen, die durch den Raum wandern.

In einem akustischen Experiment, das sich im Laufe des Abends aufbaut, spielt die Komponistin und Künstlerin Marina Rosenfeld mit der Klangarchitektur und dem Hörerlebnis des Auditoriums. Einzelne klangliche Interventionen wachsen zu einem abschließenden Konzert an.