So, 24. März 2019

Informal Archiving: Crate-Diggers, Selectors, Reissues

Mit Mark Gergis, Temi Kogbe, Brian Shimkovitz, Elodie A. Roy, Michael E. Veal, Moderation: Florian Sievers

Foto: Diogo Rodarte Jovem | Quelle: pixabay

Foto: Diogo Rodarte Jovem | Quelle: pixabay

Musik lagert nicht nur in Form von Fieldrecordings in ethnologischen Archiven deutscher Museen oder amerikanischer Universitäten – ein häufiger Zugang zum musikalischen Kollektivgedächtnis sind mp3-Blogs oder der wachsende Markt für Reissue-Schallplatten. Immer mehr Entdeckungsreisende veröffentlichen ihre „Sound Souvenirs“ aus Nord- und Subsahara-Afrika, aus Südostasien oder Südamerika, häufig in DIY-Manier. Globetrottende Cratedigger*innen, Sammler*innen und Amateur-Ethnolog*innen fungieren als Gatekeeper. Wie genau beeinflussen informelle Sammlungspraktiken, welche Musik ausgewählt, erhalten oder reanimiert wird? Welche Aneignungs-Praxis und -Ethik haben Reissue-Labels herausgebildet, welche Kontroversen in Gang gesetzt? Und woher kommt überhaupt die Obsession in Europa und den USA für westafrikanische Funk-Platten?

Mit Mark Gergis (Sublime Frequencies), Temi Kogbe (Odion Livingstone, Lagos), Brian Shimkovitz (Awesome Tapes From Africa), Elodie A. Roy (Musik- und Kulturtheoretikerin, University of Newcastle) und Michael E. Veal (Musikethnologe, Yale University)
Moderation: Florian Sievers