Sa, 03. November 2018

Marie Guérin, Nástio Mosquito und Martin Hirsch

Nástio Mosquito und Martin Hirsch: Nm|mH
Was ist Kommunikation? Was ist der Raum für und von persönlicher Erfahrung? Ausgehend von der Tradition des Schattentheaters werden Nástio Mosquito und Martin Hirsch diese Fragen mit Klang und Bewegung untersuchen.

Ein Mitschnitt der Performance wird am 30.11.2018 um 0.05h in der Sendung Klangkunst von Deutschlandfunk Kultur ausgestrahlt.

Marie Guérin: Recorded Songs Don’t Ever Die – Side B
Für ihre musikalische Performance arbeitet Marie Guérin mit Tonaufnahmen aus deutschen Kriegsgefangenenlagern im Jahr 1915. Die Aufzeichnungen des Sprachwissenschaftlers Wilhelm Doegen sind heute Teil des Lautarchivs der Humboldt-Universität zu Berlin. Doegen „sammelte" Lieder von Gefangenen, gesungen in verschiedenen Sprachen und Dialekten. Guérin arrangiert diese Lieder neu, um Fragen nach der Bedeutung von Aufnahme und Wiedergabe zu erforschen: Warum werden Klänge überhaupt aufgenommen? Ist es möglich, mit diesen Liedern und Tönen in einen Dialog zu treten? Können sie in eine Musik für das 21. Jahrhundert verwandelt werden? Welche ethischen Fragen stellen sich beim Hören und Arbeiten mit Doegens Aufnahmen?

Die Performance basiert auf dem Hörstück Même morts nous chantons (Deutschlandfunk Kultur/France Culture/Studio für elektroakustische Musik der Akademie der Künste Berlin), das 2018 mit dem Prix Phonurgia Nova ausgezeichnet wurde. Es wird am 09.11.2018 um 0.05h in der Sendung Klangkunst von Deutschlandfunk Kultur ausgestrahlt.

Teil von Der Ohrenmensch