Do, 01. November 2018

Unübersetzbares Funktheater

Erkundung mit Hermann Bohlen

Eine Theorie der Übersetzung von Hörkunst muss erst noch geschrieben beziehungsweise gesprochen werden. Es ist zu vermuten, dass sie ihrem Gegenstand nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten zurechnen wird. Wie könnte die enge Verschlingung von Wort und Geräusch, von Stimme und Apparat entwirrt und wieder zusammengesetzt werden? Entlang der Hörspiele Ernst Jandls und des japanischen Hörstücks Marathon untersucht Hermann Bohlen die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten der Hörspielübersetzung und gelangt zu einer Betrachtung der Hörkunst als Individualstil, in dem die Trennung zwischen Idee und Realisierung, zwischen Autor und Stimme aufgehoben ist.