Fr, 10. August 2018

Jazz Jamaica | Zara McFarlane

Jazz Jamaica | © Promo

Jazz Jamaica | © Promo

Ohne die Alpha Boys School in Kingston würde die britische Musik nicht klingen wie sie klingt.

Von ihrer exzellenten Ausbildung profitierten nicht nur karibische Jazzer*innen, die ab den 1950ern Londons Szene aufmischten, sondern auch etliche Mitglieder der Skatalites. So auch Rico Rodriguez und Eddie „Tan Tan“ Thornton, die 1993 zu den Gründungsmitgliedern von Jazz Jamaica gehörten. Die vereinen Rocksteady-Riddims, skankenden Ska oder pumpenden Reggae mit mondän improvisiertem Jazz à la Duke Ellington oder Count Basie. Das Ergebnis fordert auf elegante Weise zum Tanz auf. Nach Rodriguez’ Tod 2015 und Thorntons altersbedingtem Rückzug präsentiert Jazz Jamaica heutzutage als All-Star-Gruppe den aktuellen Stand der Dinge in Sachen karibischer Jazz.

Zara McFarlane | © Promo

Zara McFarlane | © Promo

Zara McFarlane

Zwischen zwei Inseln: Schon der erste Hit von Zara McFarlane, eine Jazz-Coverversion von Junior Murvins Reggae-Klassiker Police And Thieves, reaktivierte alte Verbindungen zwischen Großbritannien und Jamaika. Seitdem erkundet die in London geborene Tochter jamaikanischer Eltern das farbenfrohe Territorium zwischen Vokal-Jazz und Roots-Reggae, zwischen Nyabinghi-Trommeln und Nina Simone. Dabei arbeitet McFarlane mit einigen der wichtigsten Köpfe der vibrierenden aktuellen Jazzszene Londons zusammen – darunter bei einigen Aufnahmen an der Klarinette Shabaka Hutchings. Der wiederum wird am folgenden Abend mit seiner Band The Ancestors bei der Wassermusik zu hören sein.