Sa, 26. Mai 2018

Gespräch

Mit Susanne Leeb & Silvy Chakkalakal, Moderation: Anselm Franke & Tom Holert

Silvy Chakkalakal ist Juniorprofessorin am Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität Berlin. Sie ist Autorin von Die Welt in Bildern. Erfahrung und Evidenz in Friedrich J. Bertuchs „Bilderbuch für Kinder“ (1790-1830) (2014) und Indienliebe. Die frühe Ethnographie und ihre Bilder (erscheint 2018). Zurzeit forscht sie zu kollaborativen Verflechtungen des Bildungsbereichs und der frühen Kulturanthropologie der USA mit einem Schwerpunkt auf Kreativität und Kooperation; […]sowie an einem ethnografischen Projekt zu antizipatorischer Anthropologie und Futorologie. Von 2011 bis 2014 war sie PostDoc am Institut für Kulturelle Anthropologie der Universität Basel, wo sie zu Ethnografie als ästhetische und kollaborative Praxis im Werk von Margaret Mead arbeitete.

Anselm Franke ist Leiter des Bereichs Bildende Kunst und Film des Haus der Kulturen der Welt. Er initiierte und realisierte dort in verschiedenen Kooperationen Ausstellungen wie Parapolitik: Kulturelle Freiheit und Kalter Krieg (2017/2018), 2 oder 3 Tiger (2017), Nervöse Systeme (2016), Ape Culture (2015), Forensis (2014), The Whole Earth und After Year Zero (beide 2013). Er kuratierte außerdem u. a. die Taipeh Biennale 2012 und die Shanghai Biennale 2014. Frankes Ausstellungsprojekt Animismus wurde zwischen 2010 und 2014 in zahlreichen Kollaborationen in Antwerpen, Bern, Wien, Berlin, New York, Shenzhen, Seoul und Beirut präsentiert. Er promovierte am Goldsmiths, University of London.

Tom Holert arbeitet als Kunsthistoriker, Autor, Kurator und Künstler in Berlin. 2015 gründete er mit anderen das Harun Farocki Institut in Berlin. In den 1990er Jahren war er Redakteur von Texte zur Kunst und Mitherausgeber von Spex in Köln; seither Lehr- und Forschungstätigkeiten u. a. an der Merz Akademie in Stuttgart, an der ZHdK in Zürich, an der Akademie der bildenden Künste Wien, an der Freien Universität Berlin. Jüngere Buchveröffentlichungen: Marion von Osten. Once We Were Artists (2017, mit Maria Hlavajova), Troubling Research. Performing Knowledge in the Arts (2014, mit Johanna Schaffer et al.), Übergriffe. Zustände und Zuständigkeiten der Gegenwartskunst (2014).

Susanne Leeb ist Kunsthistorikerin und arbeitet als Professorin für zeitgenössische Kunst mit einem Fokus auf transkulturelle Kunstgeschichten an der Leuphana Universität Lüneburg. Dort leitet sie den Kunstraum (gemeinsam mit Ulf Wuggenig) und das Leuphana Arts Program. Ihre Promotion Die Kunst der Anderen. „Weltkunst“ und die Anthropologische Konfiguration der Moderne publizierte sie 2015. Sie ist Herausgeberin der Sektion Transkulturelle Kunstgeschichte der Onlinerezensionszeitschrift Kunstform, gibt die Buchserie PolYpeN bei b_books mit heraus und ist im Beirat von Texte zur Kunst. 2017 hat sie dort die Hefte Wir sind Ihr sowie Idiom. The Languages of Art mitkonzipiert und jeweils Aufsätze dazu beigetragen.

Teil der Konferenz Tiefenzeit und Krise, ca. 1930