Fr, 16. März 2018

The Global Left between Race and Religion - Competing or Converging Categories?

Mit Nilüfer Göle, Sandro Mezzadra, Ranabir Samaddar

Bild: auf Grundlage der Arbeit Impossible triangle, 1934 mit freundlicher Genehmigung © Oscar Reutersvärd / VG Bild-Kunst, Bonn 2018, Design: NODE Berlin Oslo, Detail

Bild: auf Grundlage der Arbeit Impossible triangle, 1934 mit freundlicher Genehmigung © Oscar Reutersvärd / VG Bild-Kunst, Bonn 2018, Design: NODE Berlin Oslo, Detail

Den Debatten um Migration und Islam kommt bei der Nivellierung der politischen Gegensätze zwischen einer linken und rechten Einstellung entscheidende Bedeutung zu, stellen sie doch die pluralistischen Demokratien Europas auf die Probe: Gerade für die europäische Linke – ebenso wie für multikulturell und säkular geprägte Gruppen – stellen die öffentliche Präsenz des Islam und die jüngsten Kontroversen um Kopftücher, öffentliche Gebete, Moscheebauten, Halal-Essen und anderes mehr eine Herausforderung dar.

Die Rolle der Religion in der (europäischen) Gesellschaft wird als blinder Fleck im kritischen linken Diskurs weitestgehend ausgeblendet. Dem gegenüber stehen die Kategorie der „Rasse“ und der Begriff des Rassismus, stets im Kontext von Menschenrechtsdiskursen, um die verschiedensten Formen von Diskriminierung in modernen Gesellschaften zu erfassen. Wie lassen sich Religion und „Rasse“, Islamisierung und Rassifizierung begrifflich zueinander in Beziehung setzen? Haben wir es mit konkurrierenden Kategorien zu tun oder gibt es wesentliche Überschneidungen? Welchen Erkenntniswert haben „Rasse“ und Religion für eine kritische Theoriebildung und inkludierende Politik? Wie verknüpft eine globale Linke „Rasse“ und Religion?

Vortrag Nilüfer Göle, Response und Diskussion mit Ranabir Samaddar, moderiert von Sandro Mezzadra