So, 29. April 2018

Tony Allen, Les Tambours de Brazza

Tony Allen | © Bernard Benant

Tony Allen | © Bernard Benant

20h: Les Tambours de Brazza | Auditorium
21h: Tony Allen: Tribute to Art Blakey | Auditorium

Les Tambours de Brazza | © Azzedine Salah

Les Tambours de Brazza | © Azzedine Salah

Les Tambours de Brazza

Auch wenn die Ngomas, die traditionellen Trommeln des Kongos, bei ihnen den Ton angeben, sind Les Tambours de Brazza keine traditionelle Band. In ihren temporeichen, energiegeladenen Performances gesellen sich Jazz-Schlagzeug und E-Bass zum euphorischen Gesang und der raffinierten Choreografie der Perkussionsektion; leichtfüßig kreuzen sie Elemente aus Rap, Reggae und Rock, aus dem Rumba Lingala oder dem ostafrikanischem Taarab mit den verschiedenen Formen der kongolesischen Trommelkunst, die der Bandgründer und Schlagzeuger Emile Biayenda vor über 25 Jahren in Brazzaville zu studieren begann. Mittlerweile migriert nach Frankreich, haben sich die Musiker und Tänzer von Les Tambours de Brazza seitdem ein weltweites Publikum erspielt und den Ngoma-Beat in die Zeitlosigkeit überführt.

Tony Allen: Tribute to Art Blakey

Beide haben am Schlagzeug Musikgeschichte geschrieben: Der eine erfand Hard Bop, der andere Afrobeat; der eine prägte ab den 1940er Jahren den amerikanischen Jazz an der Seite von Miles Davis oder Thelonious Monk und später die rhythmusbetonte Weiterentwicklung von Bebop als Leader der Jazz Messengers; der andere begründete ab den 1970ern von Nigeria aus in Fela Kutis Band Africa 70 und anschließend mit seinen eigenen Ensembles einen völlig neuen Sound. Nun zollt die eine Schlagzeuger-Legende der anderen Schlagzeuger-Legende Tribut: Ohne Art Blakey hätte der in Lagos aufgewachsene Tony Allen wohl nie das Schlagzeugspiel begonnen. Um seinem Idol zu danken, nahm Allen 2017 in Paris eine Blakey gewidmete EP auf und kehrt nun anlässlich von 100 Jahre Beat einmal wieder zurück ins HKW: Mit Klassikern von Blakey und den Jazz Messengers erkundet Allen nicht zuletzt den Einfluss von afrikanischen Rhythmen auf die afroamerikanische Musikgeschichte und den wirkungsreichen Stil eines ihrer größten Musiker.