So, 29. April 2018

Freddi Williams Evans: Congo Square. African Culture in New Orleans

Freddi Williams Evans | © Gus Bennett

Freddi Williams Evans | © Gus Bennett

Die Wiege afroamerikanischer Musikkultur: Auf dem Congo Square in New Orleans versammelten sich im 18. und 19. Jahrhundert sonntags versklavte und befreite Afrikaner*innen und ihre Nachfahr*innen, um ihre jeweiligen Muttersprachen und religiösen Riten zu praktizieren; zum Musizieren und Tanzen. Angetrieben durch den Willen, in der „Neuen Welt“ das kulturelle Erbe Afrikas zu bewahren, entstand ein gemeinsames kulturelles Selbstbewusstsein. Die Praktiken der Erhaltung, Vermischung und Weiterentwicklung afrikanischer Ausdrucksformen auf dem Congo Square hatten einen maßgeblichen Einfluss auf die Entstehung von Jazz und weiteren afroamerikanisch geprägten Musikformen und wurden so grundlegend für die amerikanische Moderne.

Freddi Williams Evans, preisgekrönte Autorin von u. a. Congo Square. African Roots in New Orleans und Come Sunday: A Young Reader’s History of Congo Square ist die Spezialistin für die Geschichte des Congo Square und dessen zentraler Rolle in der afroamerikanischen Erfahrung. Ihr Einsatz brachte die Stadtverwaltung von New Orleans 2011 dazu, den historisch so bedeutenden Platz auch offiziell Congo Square zu nennen.