Fr, 15. Dezember 2017

Jaleh Mansoor: Die Wiederkehr des roten/schwarzen Quadrats: Echo, Erhaltung oder Erneuerung? Über die Beständigkeit eines politischen Symbols

In den letzten Jahren ist ein kollektiver revolutionärer Wille neu aufgeflammt, der sich auf Symbole und Zeichen beruft, die ein Jahrhundert alt sind, wie zum Beispiel das rote Quadrat, das während der Studierendenproteste 2012/2013 in Quebec erneut auftauchte oder das schwarze Quadrat, das nach dem Tod von Trayvon Martin wieder zu sehen war. Warum gewinnen neu politisierte Bewegungen durch solche Verweise auf frühere Proteste an Kohärenz und Dringlichkeit? Wie werden lang vergangene revolutionäre Geschichten heraufbeschworen und symbolisch nutzbar gemacht? In ihrem Vortrag erforscht Mansoor die parapolitischen Auswirkungen einiger Tropen, die durch die revolutionären Bewegungen der Avantgarde, vor allem durch das Monochrom, entstanden sind. Um die Entwicklung dieser Formen nachzuvollziehen, spürt Mansoor der Unterdrückung und Ablehnung dieser Symbole im Kalten Krieg nach.

Im Rahmen der Konferenz Freedom in the Bush of Ghosts